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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. November 2016

Vogelgrippe: Vorsorge im Zoo

STALLPFLICHT: Die Flamingos im Zoologischen Stadtgarten  Karlsruhe müssen derzeit vorsorglich im Haus bleiben. Foto: Fränkle

STALLPFLICHT: Die Flamingos im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe müssen derzeit vorsorglich im Haus bleiben. Foto: Fränkle

 

Keine Beeinträchtigungen für Besucher

Um die Vögel im Zoo vor einer Ansteckung mit der Vogelgrippe durch kranke Wildvögel zu schützen, gibt es umfangreiche Schutzmaßnahmen.

"Wir wollen durch frühzeitige Schritte verhindern, dass es überhaupt zu Ansteckungen im Zoo kommen kann. Derzeit ist kein Fall aus der näheren Umgebung bekannt, es ist aber auch klar, dass sich das ändern kann“, berichtet Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt: "Solange die Ansteckungsgefahr von Zootieren durch Wildvögel nicht auszuschließen ist, werden wir die vorbeugenden Maßnahmen aufrechterhalten. Unsere Tierpfleger haben damit mehr Aufwand, zum Wohle der Tiere leisten sie diesen aber auch gerne."

Für die Zoo-Gäste gibt es keine Einschränkungen. Desinfektionsmatten sind im Besucherbereich nicht notwendig. Der Zoo kann bei den Schutzmaßnahmen auf Erfahrungen aus dem Jahre 2006 zurückgreifen, als bei Wildvögeln ebenfalls die Krankheit ausbrach.

Sonst frei auf der Anlage lebende Vögel wurden in Stallungen untergebracht. Andere Vögel, wie viele Papageien, sind ohnehin in beheizten Winterquartieren. Bei Sonnensittichen und Amazonen im Affenhaus verhindert ein engeres Netz, dass Spatzen in die Anlage kommen. Die meisten Vögel sind weiterhin für die Besucher zu sehen. „Das Ministerium gibt uns die Freiheit zu entscheiden, welche Vögel besser nicht eingefangen werden. Wenn der Stress für die Tiere zu groß ist, dann lässt man sie lieber draußen", informiert der stellvertretende Zooleiter Dr. Clemens Becker. So leben auf den Seen viele wilde Enten und Gänse, die nicht eingefangen werden können. -red-

 
 

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