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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Dezember 2016

Einbürgerung: “Längst in Karlsruhe daheim”

„MODELS“ der Einbürgerungskampagne mit OA-Chef  Dr. Björn Weise (l.), OB Mentrup und der Integrationsbeauftragen Meri Uhlig (v. r.) Foto: Fränkle

„MODELS“ der Einbürgerungskampagne mit OA-Chef Dr. Björn Weise (l.), OB Mentrup und der Integrationsbeauftragen Meri Uhlig (v. r.) Foto: Fränkle

 

Mit Einbürgerungskampagne gut integrierte Migrantinnen und Migranten gewinnen

„Längst in Karlsruhe daheim – Ihre Chance auf den deutschen Pass“ ist der Slogan der neuen Einbürgerungskampagne, die Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup am 29. November medienöffentlich vorstellte.

Ziel ist, hier schon länger lebende, gut integrierte ausländische Bürgerinnen und Bürger, die sich in Karlsruhe „daheim“ fühlen, zur Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft zu motivieren. „Wir wollen, dass sie sich mit unserer Stadt identifizieren, um ihnen eine gleichberechtigte und politische Partizipation zu gewähren, so der OB.

Verbunden ist mit der Einbürgerung etwa „das vollständige Wahlrecht in den Gemeinden, den Ländern und auf Bundesebene oder die Reisefreiheit in fast alle Länder der Welt“, verdeutlicht die Leiterin des Standesamts und der Staatsangehörigkeitsbehörde, Anke Heim. Die Stadt wertet die Einbürgerung auch vor dem Hintergrund des Karlsruher Integrationsplans als wesentlichen Schritt für die gesellschaftliche Teilhabe von Migrantinnen und Migranten.

Leider gab es bisher im Verhältnis zur Zahl der seit mindestens acht Jahren in Deutschland lebenden Ausländerinnen und Ausländer, die in der Regel alle Voraussetzungen erfüllen, landesweit in den letzten fünf Jahren nur eine geringe Einbürgerungsbereitschaft von 1,5 Prozent. In Karlsruhe erhielten dieses Jahr zwischen 1. Juni und 31. Oktober 231 Menschen ihre Einbürgerungsurkunde.

„Den Trend sinkender Einbürgerungszahlen zu stoppen“, ist daher das erklärte Ziel von OB Mentrup: „Wir möchten das Thema Einbürgerung populär machen; wir wollen die Öffentlichkeit sensibilisieren, ein weiteres Zeichens des  Willkommens setzen, wir wollen Befürchtungen, Vorurteile und Hemmungen im Zusammenhang mit der Einbürgerung abbauen und dafür wichtige Informationen zielgruppengerecht vermitteln“. Daher ist die vom Gemeinderat bereits 2012 gewünschte und nun dank  ausreichendem und gut ausgebildetem Personal, das jederzeit Vorsprachen ermöglicht, startende Kampagne ab sofort im Stadtbild mit Plakaten, Flyern und Straßenbahnwerbung sowie in den Medien mit Anzeigen präsent.

Für sie werben nicht etwa eingekaufte Models sondern frisch eingebürgerte Karlsruherinnen und Karlsruher wie Silvia Turrrion, AOK-Beraterin: „Karlsruhe ist mein Lebensmittelpunkt. Meine Familie lebt hier und ich bin mittlerweile eine richtige Karlsruherin mit badischem Dialekt“.

Menschen, die es ihr gleich tun wollen, sind bei der Staatsangehörigkeitsbehörde im Ordnungs- und Bürgeramt, Kaiserallee 8 (Telefon: 0721/133-3389, Internet: www.karlsruhe.de/einbuergerung) richtig. Außerdem helfen das Internationale Begegnungszentrum, Kaiserallee 12d,  und das Büro für Integration, Helmholtzstraße 9-11 weiter.  -cal-

 
 

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