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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Dezember 2016

Gemeinderat: Bibliothek wird teurer

Foto: Fränkle

Foto: Fränkle

 

Säumnisgebühren steigen ab 2017 täglich weiter an

Mit Mehreinnahmen von rund 60.000 Euro jährlich wird auch die Stadtbibliothek ihr Scherflein zur Haushaltsstabilisierung beitragen. Möglich macht dies eine Änderung der Nutzungsentgelte zum 1. Januar 2017, die nach Vorberatung im Kulturausschuss vom Gemeinderat in der letzten Woche mit 47 Ja- und 2-Nein-Stimmen beschlossen wurde.

Danach wird der Preis der Jahreskarte von 15 Euro auf 19 Euro erhöht, das ermäßigte Entgelt für Studierende, Rentner, Schwerbehinderte, Karlsruher Pass-Besitzer und Beziehern von Sozialleistungen steigt von 10 Euro auf 12,50 Euro und der Preis für einen Drei-Monats-Schnupperausweis wird von 5 auf 7 Euro angehoben. Für Jugendliche unter 18 Jahren ist der Bibliotheksausweis nach wir vor kostenlos, für die Ausleihe von DVDs und Blu-ray-Discs werden 5 Euro fällig. Völlig umgestellt wird das Modell der Versäumnisgebühren: Statt bisher 50 Cent für ein überfälliges Medium pro angefangener Woche, wird ab 2017 ein Versäumniszuschlag von 30 Cent pro Tag fällig.

„Es ist ein bisschen perfide, Gebühren zu erhöhen, um ein Stadion zu bauen“, fand es Niko Fostiropoulos (Die Linke) „merkwürdig auf diese Weise Geld in die Kasse zu bringen“. „Wir sehen die Gebührenerhöhung nicht mit Freudestrahlen, aber das Prinzip ist richtig, die Änderung der Säumnisgebühren beschleunigt zudem die Rückgabe“ befand die Grüne-Fraktionsvorsitzende Dr. Ute Leidig. „Die Erhöhung von vermeidbaren Gebühren“ begrüßte Dr. Paul Schmidt (AfD) und „es dient der Disziplin“ sah ebenso FW-Stadtrat Jürgen Wenzel die Änderung der Versäumnisentgelte positiv. –fis-

 
 

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