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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Dezember 2016

Gemeinderat: Karlsruhe bekommt 19. Ganztagsschule

ATTRAKTIV über den Stadtteil hinaus, will die Grundschule Wolfartsweier (Ausnahme in Höhenstadtteilen) Ganztagsbetrieb. Foto: Fränkle

ATTRAKTIV über den Stadtteil hinaus, will die Grundschule Wolfartsweier (Ausnahme in Höhenstadtteilen) Ganztagsbetrieb. Foto: Fränkle

 

Die Grundschule Wolfartsweier bietet ab nächstem Schuljahr den Ganztagsbetrieb in Wahlform an, ist also nach wie vor halbtags besuchbar. Bei abgestimmtem Rhythmus, der alle Kinder am Zusatzangebot teilhaben lässt.

Etwa 40 Prozent der Schüler wohnen nicht im Stadtteil der angesehenen Schule. Mit der Stimme von OB Dr. Frank Mentrup machte ein 25:24 den Weg nach intensiver Debatte frei. Insgesamt sind voraussichtlich knapp 600.000 Euro plus minus 30 Prozent zu investieren, alle neuen Räume samt Mensa in den Bestand integrierbar. Der ist aus wirtschaftlichen wie funktionalen Erwägungen auch künftig nicht barrierefrei.

„Kann nur appellieren, dass Sie die Entwicklung einer mustergültigen Schule nicht ausbremsen“, hatte das Stadtoberhaupt vor der Abstimmung betont und mit stadtweitem Blick, dass viele U3-Plätze geschaffen würden: für Jungen und Mädchen, die später wohl eine Ganztagsschule besuchen sollen. GfK lehnte mit Blick auf Stadtetat und kleine Schülerzahl mit anteiliger Nachfrage ab.

Elternwunsch, Wahlfreiheit hoben KULT, FDP (Karl-Heinz Jooß: „Nonplusultra ist die Ganztagsschule nicht“) und AfD mit verschiedenen Argumenten hervor. Auch CDU-Stadtrat Detlef Hofmann hielt den Ganztagsbedarf für (über)erfüllt: „Ich bin kein Hellseher“, sagte er in Richtung der Grünen um Renate Rastätter, die von wachsender Nachfrage ausging. Sie lobte das weithin Anklang findende Konzept („Wechsel von An- und Entspannung“, Sibel Uysal (SPD)) als überzeugend. Hofmann verwies auf Durlachs drei nahe Ganztagsschulen, war neben Anderen für Aufschub: „Wir müssen Gesamtverantwortung übernehmen.“ So stützte er Lüppo Cramer (KULT), der das Gebiet östlich A5 als Ganzes bewertet wissen wollte.

Zum vermeintlich überversorgten größten Stadtteil sagte Schuldezernent Martin Lenz Gespräche zu. Seit 2010 von vier auf 18 (bald 19) Ganztagsgrundschulen zugelegt zu haben, sei essenziell für Karlsruhe als früheres Landes-Schlusslicht gewesen. „Das Tempo ist raus“, kündigte er kaum mehr als drei weitere Schulen bis 2020 an. -mab-

 
 

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