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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Dezember 2016

Hip-Hop-Kulturzentrum: Graffiti bei Combo doppelt nützlich

WILDSCHWEINKOPF IN FANTASY ART: Projektbeteiligte vor der Graffiti-Wand beim Hip-Hop-Kulturzentrum „Combo“. Foto: Knopf

WILDSCHWEINKOPF IN FANTASY ART: Projektbeteiligte vor der Graffiti-Wand beim Hip-Hop-Kulturzentrum „Combo“. Foto: Knopf

 

Sprayer verzieren Wand des Hip-Hop-Zentrums und halten Wildschweinrotten ab

Dass Graffitis eine echte Kunstform sind, kann man im Hip-Hop-Kulturzentrum „Combo“ in der Haid- und Neu-Straße feststellen. Dort sind an Holzwänden Beispiele der zur urban street art zählenden Gattung zu bewundern.

Im Falle des Jugend- und Kulturzentrums haben die besprayten Wände noch eine weitere nützliche Funktion. Sie halten Wildschweine, die zuvor das Terrain immer wieder umwühlten, von weiteren Taten ab. In einer gemeinsamen Aktion von „Combo“ und verschiedenen Ämtern (Sozial- und Jugendbehörde, Gartenbauamt, Kulturbüro, Hochbau- und Gebäudewirtschaft) wurde das Projekt auf den Weg gebracht. Das Amt für Gebäudewirtschaft zahlte das Material, die Jugendlichen stellten die Wände und besprayten sie.

„Einen souveränen Umgang der Stadt mit Graffiti-Kunst“, konstatierte Uwe Buchholz, Leiter des Zentrums. Bekanntlich wurden Sprayer früher kriminalisiert. Von einer „win-win-Situation“ beim Projekt sprach Karina Langeneckert, Leiterin der Sozial- und Jugendbehörde. Erfreut darüber, dass die „größte Jugendkultur der Welt“ so viel Resonanz im Osten der Stadt erfährt, war „Combo“-Mitarbeiter Martin Tabares San Jose. Richtig Spaß an den Graffiti-Wänden hatten die Sprayer mit den Künstlernamen Diaz, Moter und Sier. Sie hatten mit weiteren, unter anderem. aus Krasnodar, die 64 Meter lange Wand gebaut und farbenfroh verziert. -voko-

 
 

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