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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Dezember 2016

Klimaschutz: Sanierung in Alt-Knielingen

Klimaschutz und Kosteneinsparung durch Energieeffizienz

Im Auftrag der Stadt startete die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) die Initiative „Karlsruher Energie Quartiere“ in Knielingen. Ziel ist es, Eigentümern den Weg zu energieeffizienten und wertbeständigen Altbauten zu erleichtern.

Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Karlsruher Klimaschutzkonzept. Das Modellprojekt ist in mehrere Schritte unterteilt. Einem Infoabend folgte die Datenaufnahme der Gebäude in Alt-Knielingen. Nun stand kürzlich ein weiterer Termin im Evangelischen Gemeindezentrum an, dem eine kostenfreie neutrale Energieberatung folgt (5. bis 9. Dezember und 16. bis 20. Januar). Erfreut zeigte sich Bürgermeister Klaus Stapf über den regen Besuch. „Energieeffizienz und Klimaschutz spielen eine große Rolle. Wir möchten sie bei ihrem individuellen Sanierungsplan unterstützen. Uns hilft ihr Beitrag zum Projekt klimaneutrales Karlsruhe bis 2050. Nicht nur ökologisch ist dies sinnvoll, für sie lohnt es sich ebenfalls, wenn sie durch Sanierungsmaßnahmen Energie einsparen“, so Stapf. Klima kenne keine Grenzen, sagte Ursula Hellmann vom Bürgerverein Knielingen.

Über den Projektverlauf informierte Dirk Vogeley (KEK). So sind bislang in Alt-Knielingen 1.000 Gebäude von außen besichtigt worden, hinzu kamen 400 Befragungen der Eigentümer. Das Gros der Gebäude wurde zwischen 1900 und 1968 erbaut. „Es gibt hier ein großes Potenzial, um Energie und letztlich Geld einzusparen“, so Vogeley. Bis zu 61 Prozent der Energiekosten könnten nach einer Sanierung gespart werden. Hilfreich für viele war der Diavortrag von Hans-Peter Herrmann. Er zeigte die Schritte der Sanierung zum Klimahaus in der Praxis. Sein Haus (1956) mit Gas-Etagen-Heizung war schlecht isoliert, es herrschte ständig Zugluft. „Ich wollte meine Energie nicht mehr zum Fenster rauswerfen“, meinte er. Nach einem Termin mit einem Energieberater ließ er eine Kosten-Schätzung machen und erhielt einen zinsgünstigen Kredit bei der KfW-Bank. Verschiedene Gewerke entfernten Heizung und Bodenbeläge, erneuerten Türen, rissen alte Rohrleitungen heraus. „ Mit der Sanierung bin ich sehr zufrieden“, resümierte Herrmann. Dem Beispiel könnten weitere Eigentümer folgen. Infos: KEK, Telefonnummer 480 88 12 (Projektleiterin Yasmin Außendorf). -voko-

 
 

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