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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Dezember 2016

Klimaschutz: Wettbewerb Klimaaktive Kommune

Ausgezeichnet: Bürgermeister Klaus Stapf  (Vierter  v. l. )  nimmt für die Stadt den Preis in Berlin entgegen.  Foto: Himsel/Difu

Ausgezeichnet: Bürgermeister Klaus Stapf (Vierter v. l. ) nimmt für die Stadt den Preis in Berlin entgegen. Foto: Himsel/Difu

 

Weitsichtiges Vorgehen / 25.000 Euro Preisgeld für Klimaanpassung und Klimaschutz

Karlsruhe gehört zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Klimaaktive Kommune 2016“, Mit dem Projekt „Anpassung an den Klimawandel – Bestandsaufnahme, Strategie, Umsetzung“ stellt sich die Stadt den Herausforderungen des Klimawandels. Gleichzeitig initiiert sie Klimaschutzmaßnahmen.

Ausgeschrieben wird der Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik. Ministerin Dr. Barbara Hendricks: „Die Kommunen zeigen, wie Klimaschutz und Klimaanpassung vor Ort erfolgreich umgesetzt werden können. Sie sind Schlüsselakteure bei der Gestaltung eines klimaneutralen Deutschlands und zeigen: Klimaschutz ist ein wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung wirtschaftlich erfolgreicher und zukunftsfähiger Regionen, also für Innovation, Lebensqualität und regionale Wertschöpfung.“

Umweltdezernent Klaus Stapf nahm am 28. November den Preis in Berlin entgegen. Das Preisgeld von 25.000 Euro will er für die Initiative ‚Meine Grüne Stadt Karlsruhe‘ verwenden: „Mit den Bürgerinnen und Bürgern wollen wir quartiersbezogen Projektideen unter anderem zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung weiterentwickeln und verstärkt in die Umsetzung bringen.“ Die  2013 beschlossene Karlsruher Strategie identifiziert unter anderem  Ansätze und Handlungsfelder für die künftige Anpassung an den Klimawandel.

Die Klimaanpassungsstrategie bildet neben dem  Klimaschutzkonzept (2009) und der Machbarkeitsstudie „Klimaneutrales Karlsruhe 2050“ (2012) die dritte Säule der Karlsruher Klimapolitik. Neben laufenden Anpassungsprojekten wie der Schnakenbekämpfung oder  dem Kampf gegen die allergieauslösende Ambrosia konnten den 16 Handlungsfeldern der Strategie so rund 100 bereits umgesetzte Maßnahmen und über 50 strategische Ansätze zugeordnet werden. Neu ist das Projekt „Hitzeschutz und Nachtlüftung für städtische Gebäude“. Hier geht es um intelligente Kühl- und Lüftungslösungen ohne energieaufwändige, also klimaschädliche Klimaanlagen. So wurde bereits eine automatisch geregelte Fensterlüftung als Pilotprojekt eingebaut, die Schulräume tagsüber mit Frischluft versorgt und nachts die Auskühlung sichert.

Außerdem  zeigt der „Städtebauliche Rahmenplan Klimaanpassung“ „Hot-Spots“  auf, also Flächen, die sich im Sommer bei Hitze stark aufheizen und nachts kaum abkühlen. Hier finden sich  auch Areale, die für eine klimagerechte Bebauung geeignet sind, sowie Möglichkeiten zur Entwicklung von Freiflächen, Hinweise auf wesentliche Klimafunktionen und Empfehlungen für den Einsatz von Wasser zur Kühlung im öffentlichen Raum. (Mehr zum Wettbewerb:www.klimaschutz.de/wettbewerb2016) -red/cal-

 
 

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