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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Dezember 2016

Zoologischer Stadtgarten: Vereinbarung zur Übernahme von Maya

AUSBAUPLÄNE: Die Elefanten-Außenanlage wird erweitert. Für die Altersresidenz steht Maya auf der „Warteliste“. Schon die heutige Gehege-Ausstattung ermögliche flexibles Tiermanagement. Foto: Zoo

AUSBAUPLÄNE: Die Elefanten-Außenanlage wird erweitert. Für die Altersresidenz steht Maya auf der „Warteliste“. Schon die heutige Gehege-Ausstattung ermögliche flexibles Tiermanagement. Foto: Zoo

 

Elefanten-Altersresidenz: Abstimmung mit Tierschutzbeauftragter und Amtsveterinären

Wie soll die Altersresidenz für Asiatische Elefantenkühe im Zoo weiter ausgebaut werden? In einer Abstimmungsrunde haben sich Dr. Cornelie Jäger, Landesbeauftragte für Tierschutz, die Leitungen und Fachteams des Zoos sowie die städtischen Veterinärabteilung im Ordnungs- und Bürgeramt (OA) kürzlich auf das weitere Vorgehen verständigt.

„Wir wollen eine Elefantenhaltung, die den Tierschutzgedanken in den Vordergrund stellt. Wir haben in Karlsruhe die Möglichkeit, mit der Altersresidenz ein bislang einzigartiges Projekt weiterzuentwickeln“, betonten Jäger, Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt und OA-Leiter Dr. Björn Weiße im gemeinsamen Fazit.

Im Juni zog Nanda in die Altersresidenz ein. Auch wenn die Aufnahme weiterer Tiere zurückgestellt werden soll, bis die baulichen Rahmenbedingungen weiter optimiert wurden: „Unser Ziel ist, auch Nandas frühere Gefährtin Maya so bald wie möglich in unser Tierschutzprojekt Altersresidenz aufzunehmen“, erläutert Reinschmidt. „Es wäre aufgrund der sozialen Bindungen zu Nanda die beste Lösung, Maya in den Zoo Karlsruhe zu holen“, befürwortet Jäger das Engagement des Zoos. In fachlicher Abstimmung mit der Landestierschutzbeauftragten sowie den für Nanda und Maya zuständigen Veterinärämtern hat der Zoo zu Mayas Besitzer Hardy Scholl Kontakt aufgenommen. „Auch er möchte, dass Maya in den Karlsruher Zoo kommt. Deshalb haben wir eine Vereinbarung zur Abgabe initiiert“, berichtet Reinschmidt über das einvernehmliche Gespräch.

Bereits auf gutem Weg ist die Ertüchtigung der Elefantenanlage. „Wir arbeiten mit Hochdruck an der baulichen Erweiterung sowie an weiteren Optimierungen für unsere Elefantenresidenz. Unser Ziel ist, die neue Freianlage bis Frühjahr 2018 fertigzustellen“, so Reinschmidt.

Positive Wirkung auf Rani

Mit Einfühlungsvermögen und fachlicher Kompetenz auf die Damen der Alters-WG von Rani, Shanti, Jenny und Nanda einzugehen, war in den vergangenen Monaten die Herausforderung, der sich Revierleiter Robert Scholz und sein Team erfolgreich stellten. „Bis zu einem Jahr sollte man sich Zeit geben, um endgültig zu beurteilen, ob eine Zusammenführung erfolgreich war“, so Scholz. Jeder Neuzugang bringe Veränderungen im sozialen Gefüge für die Altersresidenz mit sich.

Die mittlerweile 61-jährige Rani sei aufgeblüht, nachdem Nanda dafür gesorgt hat, dass die „Karten neu gemischt wurden“, erläutert Scholz. Auch an Unwägbarkeiten aufgrund altersbedingter Befindlichkeiten sei in einer Altersresidenz immer zu denken. So habe Shanti ein steifes Ellenbogengelenk und ist auf eine schmerzlindernde Dauerbehandlung angewiesen. „Wir wissen, dass so eine Altersresidenz viel Arbeit und großes Engagement des Tierpfleger-Teams erfordert, dennoch stellen wir uns gerne dieser Aufgabe. Wir sind davon überzeugt, den richtigen Weg zum Wohle der Elefanten eingeschlagen zu haben“, betonte Reinschmidt –rie-

 
 

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