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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Dezember 2016

Depression: Aus Worten werden Wege

 

Initiative gegen Depression steht zu Hilfen bereit

Zwischen den Jahren liegt einer der beiden Zeit-Schwerpunkte für Depressionen und Suizid-Gefahr. Vielleicht ist an Weihnachten manches nicht so gelaufen, wie man es sich vorgestellt hat oder wie man es aus der Tradition gewohnt ist.

Vielleicht erkennt man aus der Bilanz, die man übers zurückliegende Jahr zieht, dass auch dieses alles andere als optimal verlaufen ist. Zudem ist um den Jahreswechsel die sprichwörtlich dunkelste Zeit und Licht ist für positive Stimmung ungeheuer wichtig.

Viele Karlsruher Institutionen aus dem Sozialbereich haben sich vor knapp zwei Jahren zur Initiative gegen Depression zusammengeschlossen und bieten Gefährdeten und ihren Angehörigen Hilfe an. Denn, so der Sprecher der Initiative, Prof. Michael Berner, Leiter der städtischen Psychiatrie- und Psychotherapie-Klinik: "Aus Worten werden Wege". Er zitiert damit einen älteren Slogan der Telefonseelsorge und will damit sagen, dass sprechen hilft. Angehörige sollten mit Menschen reden, bei denen sie Suizidgefahr oder Anzeichen einer beginnenden Depression sehen. Das wäre etwa Energielosigkeit oder sich zurückziehen. "Man kann dabei nichts falsch machen", betont Berner.

Dorothea Manz vom Arbeitskreis Leben, der sich speziell um Suizidgefährdete kümmert, ist davon überzeugt, dass reden Selbsttötung verhindern kann. Bettina Grünberg von der Telefonseelsorge, Martin Kühlmann von der ökumenischen offenen Krisenberatungsstelle "brücke" und die städtische Beratungsstellenleiterin Cordula Sailer unterstützen sie darin. Sailer ist auch Geschäftsführerin der Initiative gegen Depression. Unter der Andresse www.karlsruhe.de/depression führt die Initiative eine Homepage, auf der alle Mitglieder zu finden sind. Dort gibt es die Möglichkeit, mit allen auch während der Feiertage Kontakt aufzunehmen. Die "brücke" und der Arbeitskreis Leben haben bestimmte Sprechzeiten. Die Telefonseelsorge (0800-1110111 oder 0800-110222) ist kostenlos rund um die Uhr zu erreichen. Das gilt auch für die Psychiatrische Klinik an der Kaiserallee 10. -erg-

 
 

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