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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Dezember 2016

Partnerstädte: Tonnen Bücher für die Lenauschule

PACKTEN TATKRÄFTIG MIT AN: Professor Quint (links), Bürgermeister Lenz (Mitte) und Ortsvorsteherin Ries (rechts) halfen Vereinsmitgliedern dabei, Bücher für die Lenauschule auf Paletten zu setzen. Foto: Fränkle

PACKTEN TATKRÄFTIG MIT AN: Professor Quint (links), Bürgermeister Lenz (Mitte) und Ortsvorsteherin Ries (rechts) halfen Vereinsmitgliedern dabei, Bücher für die Lenauschule auf Paletten zu setzen. Foto: Fränkle

 

Stadt Karlsruhe und Institutionen pflegen intensive Kontakte zu den Partnerstädten

Welche ein Weihnachtsgeschenk für die Schülerinnen und Schüler der Nikolaus-Lenau-Schule in Karlsruhes rumänischer Partnerstadt Temeswar! Anlässlich der letzten Bürgerreise nach Temeswar, die der Freundeskreis Karlsruhe-Temeswar veranstaltet hatte, wurde die Vorsitzende, Durlachs Ortsvorsteherin Alexandra Ries, von der Lenau-Direktorin Helene Wolf angesprochen, man brauche dringend deutschsprachige Lehrbücher.

Rundrufe und Rundmails bei Karlsruher Schulen - unterstützt vom Schul- und Sportamt - erbrachten zusammen mit Privatspenden rund 20 Tonnen Bücher, etwa ganze Klassensätze für den Deutsch- oder Mathematikunterricht. Mitglieder Durlacher Sportvereine, darunter Aktive der inklusiven Handballgruppe "Durlach Turnados - und des Freundeskreises packten die Bücher auf Paletten und der Drogerieriese dm ließ sie über seinen Logistikpartner nach Rumänien fahren. Unterstützung bei der Packaktion gab es von Schul- und Sportbürgermeister Martin Lenz, von Alexandra Ries und vom Vorsitzenden des Vereins der Freundes der Lenauschule, Prof. Dr. Franz Quint von der Hochschule Karlsruhe, der 1983 dort sein Abitur abgelegt hatte.

Kontakte nach Temeswar pflegt auch die Evangelische Stadtmission. Das Stadtmissions-Vorstandsmitglied Wolfgang Betting vermittelte Kontakte zwischen Karlsruher und Temeswarer Sozialeinrichtungen und -verbänden. Im Sommer soll eine Studienwoche für auszubildende Krankenschwestern der Viktor-Babes-Universität mit Unterrichtsthemen aus dem Bereich Altenpflege und Geriatrie stattfinden.

Aber nicht nur mit Temeswar funktioniert die Partnerschaft. So gibt es etwa seit den diesjährigen Independent Days einen intensiven Austausch des Studiengangs KulturMediaTechnologie der Hochschule für Musik und der Hochschule Karlsruhe mit dem Nottingham Microfilm Festival (NIM). Die Karlsruher Absolventin Carina Wulf hat das diesjährige Festival in der englischen Partnerstadt mit ihrem Film "dyrtbyte" gewonnen. Besonders rege ist stets der Austausch im Jugendbereich. So war, um ein Beispiel zu nennen, das für viele steht, in der ersten Dezemberwoche eine Gruppe von Azubis aus Halle in Karlsruhe. Auf ihrem Programm stand selbstverständlich auch ein offizieller Empfang im Bürgersaal des Rathauses.

Sorgen bereiten der Stadt Karlsruhe, an ihrer Spitze Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, die Vorgänge in der Projektpartnerstadt Van im Osten der Türkei, wo der Oberbürgermeister verhaftet und seine Stellvertreterin abgesetzt wurden. In einem Schreiben an das Türkische Generalkonsulat bat das Stadtoberhaupt um Aufklärung.

Erfreulicher sind die Ereignisse in der russischen Partnerstadt Krasnodar. Nachdem der bisherige OB Vladimir L. Evlanov als Abgeordneter in die Staatsduma gewählt wurde, hat Krasnodar seit dem 8. Dezember mit Evgeny Peryshov ein neues Stadtoberhaupt. Peryshov war ab 2013 Krasnodarer Bürgermeister für kommunale Wirtschaft und seit 2015 auf diesem Gebiet im zuständigen Ministerium der Russischen Föderation tätig. -erg-

 
 

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