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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Dezember 2016

Rheinprogramm: Flächensparen bei Hochwasserschutz

Integriertes Rheinprogramm: Stadt setzt sich erneut für Variantenprüfung ein

Die Stadt bekräftigt erneut ihre Forderung nach einer umweltverträglichen Alternative zur bisher vom Land Baden-Württemberg geplanten Ertüchtigung und Verbreiterung des Dammes XXV.

 Dieser soll im Rahmen des geplanten Hochwasserpolders Bellenkopf/Rappenwört künftig die Funktion eines Trenndammes zwischen Rhein und Hochwasserrückhalteraum in den Rheinauen übernehmen. Vor dem Hintergrund der Erörterungsverhandlung im November formulierte die Stadtverwaltung kürzlich einen dezidierten Prüfauftrag an das Regierungspräsidium Karlsruhe. Mit diesem strebt sie eine deutliche Reduzierung des durch die geplante Dammertüchtigung verursachten Landschaftseingriffes an. So legt die Stadtverwaltung Überlegungen vor, durch geeignete bauliche Schutzmaßnahmen auf geplante flächenintensive Dammschutzstreifen und baumfreie Zonen entlang des Dammkorridors zumindest bereichsweise zu verzichten.

Ein weiterer Aspekt gilt einem veränderten Erschließungskonzept zu den Einlass- und Auslassbauwerken, um so in Dammabschnitten zu Flächenreduzierungen zu kommen. Ebenso wird das Regierungspräsidium um Überprüfung gebeten, ob das der Planung zugrundeliegende technische Regelwerk nicht noch weitere Spielräume für eine Eingriffsminimierung eröffnet. Mit diesem Prüfauftrag konkretisiert die Stadtverwaltung einen in diese Richtung zielenden Gemeinderatsbeschluss vom November 2015. Der Gemeinderat hatte sich ausdrücklich dafür ausgesprochen, eine umwelt-, natur- und landschaftsverträgliche Alternative zur bisher vom Land geplanten Ertüchtigung und Verbreiterung des Dammes XXV zu suchen. Damit verfolgt die Stadt eine ähnliche Interessenlage wie Rheinstetten. Die Stadt hat sich ebenfalls für eine Flächenreduzierung etwa des Dammes XXV ausgesprochen. -rie-

 
 

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