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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Dezember 2016

Stimmen aus dem Gemeinderat: SPD - Flächen für die Zukunft

Michael Zeh, SPD-Stadtrat

Michael Zeh, SPD-Stadtrat

 

Der Prozess für das räumliche Leitbild wurde nun erfolgreich abgeschlossen. Mehrere Jahre lang haben drei Planungsbüros Ideen für Karlsruhe entwickelt und dann gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt, der Bürgerschaft und weiteren Planungsexperten dieses Planungskonzept für Karlsruhe diskutiert und präzisiert. Der Rahmenplan zeigt auf, wo die Stadt sich weitere Flächen für Wohnen und Gewerbe vorstellen kann.

Die Struktur des Räumlichen Leitbildes lässt Dynamik und Anpassungen zu. Aber es sind auch Zielkonflikte erkennbar: Nachverdichtung und kühle Ecken in den Quartieren müssen abgewogen werden. Nachdem die Konversion der militärischen Gelände in Karlsruhe abgeschlossen ist, Karlsruhe aber weiter wächst, ist es notwendig, neue Überlegungen über die Nutzung von Flächen anzustellen. Neue Flächen können nur sparsam ausgewiesen werden.

Zielvorgaben

Ziel insgesamt ist es, die Qualität des Umfelds für Wohnen und Arbeiten zu steigern und klimarelevante Naturräume zu schützen. Es wurden als Ziele "Klare Konturen" für die Ränder der Stadt, "Grüne Adressen" für die Naturgebiete, "Starke Mitte" für die Entwicklung im Zentrum, "Mehr Wohnen" für neue Wohnbauflächen, "Coole Quartiere" für die Klimaanpassung, "Dynamisches Band" für die Entwicklung von Gewerbeflächen und "Urbane Nähe" für die Verkehrspolitik definiert. Es geht um eine Schwerpunktsetzung bei künftigen Vorhaben und Einzelprojekten und darum, diese in einen Gesamtzusammenhang "Stadtentwicklung" zu stellen. Das Rahmenkonzept ist allerdings nicht rechtsverbindlich, sondern eine Richtschnur. Manche Ideen, wie eine weitere Überdeckelung der Südtangente sind sicher Visionen, die wohl kaum realisiert werden. Viele einzelne Vertiefungen wurden mit Synergien, Abhängigkeiten und Herausforderungen betrachtet. So wurden diese Richtlinien in einigen Gebieten direkt angewandt: Zum Beispiel der Bereich südlich des Hauptbahnhofes, welcher großes Potential für Gewerbeansiedlungen bietet, oder in der Waldstadt, in der behutsam durch Nachverdichtung in Garagenhöfen oder zwischen den Wohnblöcken neue Wohnungen entstehen können. Karlsruhe braucht insgesamt immer noch rund 85 Hektar Flächen für zukünftigen Wohnungsbau, auch wenn viele Flächen in der Region zusätzlich genutzt werden können.

Der nächste konkrete Schritt wird dann sein, die Ergebnisse des Rahmenplans für mögliche weitere Flächen in den kommenden Flächennutzungsplan 2030 für Wohnen und Gewerbe mit einfließen zu lassen.

Michael Zeh

SPD-Stadtrat

 
 

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