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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Januar 2017

Tiefbauamt: Ein Brückenbauer geht

MENTRUP UND SCHÖNBECK – mit Mini-Bagger für den Ruhestand. Foto: Fränkle

MENTRUP UND SCHÖNBECK – mit Mini-Bagger für den Ruhestand. Foto: Fränkle

 

Gerhard Schönbeck wurde in Ruhestand verabschiedet

Der Leiter des Tiefbauamts (TBA), Gerhard Schönbeck, geht. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup verabschiedete „den Brückenbauer“ – im fachlichen wie übertragenen Sinn – vorigen Freitag in den Ruhestand.

Welche Wertschätzung er genießt, war spürbar in den Wortbeiträgen von Mentrup sowie TBA-Personalrat Peter Fetzner – angereichert mit Zitaten der Marke „typischer Schönbeck“. „Zupackend und pragmatisch, unzufrieden, wenn es sein muss, mit Kritik nicht sparend, damit sich etwas bewegt – dabei immer ein Stückweit humorvoll, zuversichtlich und integrierend“, würdigte das Stadtoberhaupt. Den eher unbequemen Weg sei Schönbeck konsequent, geradlinig und loyal gegangen.

Die vielfältigen beruflichen Stationen: zunächst Ingenieursbüro für Straßenplanung, dann der Schwenk in die öffentliche Verwaltung, ins Regierungspräsidium Freiburg als Abteilungsleiter Brückenbau (Schönbeck: „Ich lernte Hoheit kennen – der Beginn eines wichtigen Netzwerkes, das auch der Stadt zugute kommt“), dann ab 1989 TBA und hier über die Stationen Hauptabteilungsleiter Brücken- und Wasserbau (1993), Straßenwesen (ab 2002), stellvertretende Amtsleitung (2009) zum Amtsleiter (2011).

Und ja: Stichwort U-Bahn! „Wer 1978 seine Diplomarbeit zu ‚Bau einer U-Bahn in Lockergestein‘ schreibt“, der müsse sich nicht wundern, wenn er eines Tages im Karlsruher Untergrund landet, merkte Mentrup mit einem Schmunzeln an. Er dankte Schönbeck für sein Mitgestalten am Großprojekt Stadtbahntunnel – zunächst 1992 im Arbeitskreis U-Strab, später als Projektleiter im TBA, ab 2003 als Prokurist der KASIG (bis März 2009).

Als TBA-Leiter oblagen ihm mehr als 1.300 Kilometer Straßennetz, rund 80 Brückenbauwerke und 1.100 Kilometer Entwässerungskanäle. Er kümmerte sich um Baustellenmanagement, intelligente Ampelsteuerung und vieles mehr. Schönbeck: „Aber auch in Karlsruhe hat die Minute nur 60 Sekunden.“ Ein weiterer prägender Leitsatz der Führungskraft, mit Verweis auf Aufgabenvielfalt und diverse Projekte: „Es werden viele Pferde gesattelt, aber es gibt zu wenige Reiter.“ Schönbecks Nachfolger wird sein derzeitiger Stellvertreter Martin Kissel. –rie-

 
 

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