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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Februar 2017

Baustellen: Jahresbauprogramm 2017 aus Verkehrssicht

IM NÖRDLICHEN UMFELD der Tullastraße, zentraler Umsteigeplatz, planen die VBK eine neue Haltestelle „Essenweinstraße“ und die Barrierefreiheit der Station „Hauptfriedhof“. Foto: Fränkle

IM NÖRDLICHEN UMFELD der Tullastraße, zentraler Umsteigeplatz, planen die VBK eine neue Haltestelle „Essenweinstraße“ und die Barrierefreiheit der Station „Hauptfriedhof“. Foto: Fränkle

EINE NEUE FAHRBAHNDECKE ist unter anderem, hier von Durlach aus betrachtet, ab Mai für die Ottostraße geplant – heißt: Sperrung. Foto: Fränkle

EINE NEUE FAHRBAHNDECKE ist unter anderem, hier von Durlach aus betrachtet, ab Mai für die Ottostraße geplant – heißt: Sperrung. Foto: Fränkle

 

Informieren und koordinieren / Instandsetzung wichtiger Straßen, Kombibauwerk und Haltestellen-/Gleisbau Schwerpunkte

Es ist keine Sisyphusarbeit, aber doch eine stetig wiederkehrende: die der Erneuerung von Straßen, vor allem viel befahrener. Aber es geht um mehr beim städtischen Jahresbauprogramm. Die Kombilösung soll auch in der Kriegsstraße weiter voranschreiten, der öffentliche Nahverkehr attraktiver werden.

„Wir versuchen immer, frühzeitig zu informieren, um gerade die ersten Tage nicht ins Chaos gehen zu lassen“, damit Betroffene vorbereitet sind, betonte Baustellenmanager Jürgen Lohmeyer vom Tiefbauamt (TBA) beim als Ausblick auf das Jahr auch bewusst früh angesetzten Pressegespräch am Dienstag. Hängt zusammen mit der Instandsetzung der Südtangente im Abschnitt zwischen Anschlussstellen 1 und 2. Diese muss zum ob Frostgefahr kritischen Jahresanfang erfolgen, weil ein anderes Großprojekt – Fahrbahndeckenerneuerung auf der A 5 in Verantwortung des Regierungspräsidiums – für Anfang Mai bis voraussichtlich Jahresende gesetzt ist und die Südtangente als Ausweiche einsetzbar sein muss.

Koordination ist das entscheidende Stichwort. Alle Jahre wieder, so auch bis Ende 2016, müssen TBA-Fachleute die verschiedenen Vorhaben prüfen und gewichten, auch jetzt noch wird an der Priorisierung gearbeitet, wenn sich Parameter verschieben. „Natürlich sind unsere Baustellen koordiniert, nur wir können nicht die Belastungen weg koordinieren“, führte Bürgermeister Michael Obert aus.

Der Fokus des Baustellenmanagements, grundsätzlich minimale Belastung und maximale Effizienz, ruht für 2017 auch auf L605 (Mai bis Oktober, mit Instandsetzungen von Bulacher Hoch- sowie Pulverhausstraßenbrücke, Abschnitt zwischen Litzenhardtstraße und Tangente, Südendstraße) und der L560 – die Haid-und-Neu-Straße wie die Straße Am Sportpark betreffend. Letzteres wurde vor allem auf die Sommerferien gelegt, da dann viele sportliche Aktivitäten ruhen. Auch Theodor-Heuss-Allee, voraussichtlich ab September, und Ottostraße (ab Mai) – elementare Verbindungsstrecken – müssen und sollen eine Auffrischung erfahren. Das Durlacher Tor wird ab diesem Frühjahr bis Herbst 2018 wiederhergestellt, sodass am Ende Kraftfahrzeug- und Bahnverkehr wieder von überall ungehindert rollen können.

Untersuchungen wie etwa Bohrungen dienen der Beurteilung, welche Straßen oberflächlich oder grundständig zu erneuern sind. Der Anteil der Straßen, die dringend (17 Prozent) oder gar sofort (ein Prozent) Erhaltungsmaßnahmen erfordern, ist mit knapp einem Fünftel des Gesamtnetzes im Vergleich mit den meisten anderen Städten gering. Gut die Hälfte befindet sich in einem guten oder normalen Zustand. „Die Straßen werden zu Schanden gefahren“, verdeutlichte Obert zugleich, weshalb die Intervalle gebotener Sanierungen kleiner werden.

TBA-Leiter Martin Kissel pointierte als Prämissen: „Die Stadt muss funktionieren, der Verkehrs muss fließen, die Infrastruktur muss in Ordnung sein.“ Dass nicht alles Geplante auch tatsächlich umgesetzt werden könne, hänge nicht zuletzt mit verschiedenen Zwängen zusammen. So zog laut Lohmeyer die zwischenzeitliche Zwangspause für das Kombibauwerk Kriegsstraße nach sich, dass alle damit verbundenen Tätigkeiten auch nicht ausgeführt werden konnten. Nun soll es damit voran gehen. Rheinhafen, Weststadt und die Haltestelle Ebertstraße nannte Lohmeyer als Großprojekte und trotz Hitze, Leitungsschäden, weiteren Hürden an neuralgischen Punkten gelungene Beispiele der Koordinierung 2016.

Indes ist das TBA (etwa ein Drittel der Bauvorhaben 2017) nur einer von mehreren Akteuren neben etwa der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG; Durlacher Allee, Ettlinger Straße, Kriegsstraße als Schwerpunkte) und den Verkehrsbetrieben (gehen Gleiswechsel in Bereichen Beiertheimer Allee, ab März, und Tullastraße, ab Juni an; Haltestellenum-/-neubauten). Fast die Hälfte der für 2017 gemeldeten Maßnahmen – 421 Bauvorhaben insgesamt, 99 koordinierte Projekte, ein Trend – ist den Stadtwerken zuzuordnen, vornehmlich für Fernwärmeleitungen. -mab-

Mit Mobilitätsportal informiert

Erste Informationsquelle zum Verkehrsgeschehen und zu Baustellen in und um Karlsruhe ist das Mobilitätsportal der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) – zu finden auf mobilitaet.trk.de. Zu den wesentlichen Inhalten gehören:
- Aktuelle Verkehrslage: Fließt der Verkehr, wo gibt es Staus?
- Darstellung der aktuellen Baustellen im Stadtplan.
- Hintergrundinformationen: Wer baut was, wo und wie lange?
- Detailpläne der wichtigsten Baumaßnahmen, komplett für alle Bauphasen.
- Informationen zur Belegung der Parkhäuser in Echtzeit.
- Zudem Informationen zu Car-Sharing, Radnetz, Geschwindigkeitskontrolle oder auch Winterdienstsystematik.
Um das Portal optimiert auf mobilen Endgeräten nutzen zu können, ist die App KA MOBIL ideal (mobil.karlsruhe.de). -rie-

 
 

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