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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. März 2017

OB-Halbzeitbilanz: Den richtigen Weg eingeschlagen

HALBZEIT: OB Dr. Frank Mentrup bilanziert die ersten vier Jahre seiner Tätigkeit im Amt des Karlsruher Oberbürgermeisters. Foto: Fränkle

HALBZEIT: OB Dr. Frank Mentrup bilanziert die ersten vier Jahre seiner Tätigkeit im Amt des Karlsruher Oberbürgermeisters. Foto: Fränkle

ZUKUNFT GESTALTEN: Für die Entwicklung Karlsruhes als lebenswerte dynamische Stadt und Zentrum der TechnologieRegion setzt OB. Dr. Frank Mentrup auf breiten Dialog mit der Bürgerschaft. Foto: Fränkle

ZUKUNFT GESTALTEN: Für die Entwicklung Karlsruhes als lebenswerte dynamische Stadt und Zentrum der TechnologieRegion setzt OB. Dr. Frank Mentrup auf breiten Dialog mit der Bürgerschaft. Foto: Fränkle

 

OB Dr. Frank Mentrup zieht Halbzeitbilanz erster Amtsperiode / Wahlkampfmotto „Zuhören, Verbinden, Gestalten“ weiterhin Leitschnur des Handelns

OB Dr. Frank Mentrup ist „begeistert“ von seiner Tätigkeit. Er kenne kein anderes politisches Amt, das „so abwechslungsreich, eng getaktet und umfassend ist“ wie das des Oberbürgermeisters, betonte Mentrup am vergangenen Freitag, als er vor den Medien eine Halbzeitbilanz seiner ersten Amtsperiode zog.

Chef der Verwaltung, Sprecher des Gemeinderats, Repräsentant der Stadt und ihrer Bürgerschaft: Die Dreifachaufgabe, die er am 1. März 2013 übernahm, berge viele unerwartete Herausforderungen und reize ihn „immer wieder aufs Neue“, sprach Mentrup vom besonderen Charme seines Amtes. Das aber auch besondere Anstrengungen erfordere. Und die hätten bisweilen „bis an die Grenzen der Belastbarkeit“ gereicht, erinnerte der OB dabei an die Zuspitzung beim Bau der Kombilösung oder die Endverhandlungen der Verträge für den Neubau des Wildparkstadions. In diesem Jahr sei es ihm aber gelungen „Termine und Gesundheit wieder in Balance zu bringen“, er fühle sich wohl und freue sich „auf die zweite Hälfte meiner ersten Amtszeit“.

Zustimmung zu Politikstil

Dem Motto aus seinem OB-Wahlkampf „Zuhören, Verbinden, Gestalten“ fühlt sich Frank Mentrup nach wie vor verpflichtet. Leitschnur seines politischen Handelns sei, sich zunächst eine Meinung zu bilden, „in dem ich mir viele Menschen und deren Argument anhöre“. Im nächsten Schritt gehe es darum, die Meinungen zusammenzuführen und dann letztlich darum, zu entscheiden. Für diesen Politikstil habe es große Zustimmung „auf allen Ebenen“ gegeben, ist sich der OB sicher, „den richtigen Weg zur Stadtgestaltung“ eingeschlagen zu haben.

Entscheidung im Dialog und Teamwork stehen für den OB ohnehin ganz oben. Als Paradebeispiel dafür nannte er die zeitintensiven Vorbereitungen für den Bau des neuen Fußballstadions im Wildpark, „die transparente Diskussion dazu bis hin zum Bürgerforum“ und die alleine elf Projektgruppen in der Stadtverwaltung, die dezernats- und ämterübergreifend zusammen gearbeitet und letztlich erfolgreiche Lösungen gefunden hätten.

Stolz auf Karlsruhe

Neben Kombilösung und Stadion führte Mentrup die Schaffung von Wohnraum als weiteres wichtiges Themenfeld seiner ersten vier Jahre im Amt – und für die Zukunft – an. So werde alleine die Volkswohnung zusätzlich zu den von 2012 bis 2015 errichteten 311 Mietwohnungen bis 2020 gleich 1.560 weitere errichten. Erfolgreich verlaufen seien auch der Prozess der Haushaltsstabilisierung, das Installieren von Bürgerforen zu Themen wie der Flüchtlingsfrage oder Sauberkeit, der Ausbau Karlsruhes als Standort der Wissenschaft mit der Teilnahme an der europäischen Projektpartnerschaft Urbane Mobilität und der Wirtschaft mit der Ansiedlung von Ikea, der neuen dm-Zentrale oder der Neuausrichtung im Gewerbegebiet Grünwinkel.

Auf der Agenda gestanden hätten aber auch Bemühungen um den Umwelt- und den Naturschutz durch die Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten oder die neue Rechtsform der TechnologieRegion Karlsruhe, mit der die Zusammenarbeit mit den Nachbarn im Umland weitere Schubkraft erhalte.

Und vor allem: „Die Bürgerinnen und Bürger sind wieder stolz auf Karlsruhe, bekennen sich zu ihrer Stadt“, sprach Mentrup von einer „ungeheueren Aufbruchstimmung“, die der 300. Stadtgeburtstag im Jahr 2015 hervorgerufen habe. Das Wir-Gefühl, das gewachsene Engagement der Bürgerschaft für Umfeld und Gesellschaft ist für den OB der größte Erfolg. Lob fand er auch für die konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat, die immer von dem Willen getragen sei, gemeinsam Lösungen zu finden.

In der zweiten Hälfte seiner Amtszeit will Mentrup „das Thema Gerechtigkeit auf Karlsruher Verhältnisse herunterdeklinieren“ und der Inklusion einen noch höheren Stellenwert beimessen. Als weitere Schwerpunkte der Handelns in den kommenden vier Jahren nannte der OB die „Grüne Stadt“ sowie unter den Stichworten Wohnraum und interkommunale Gewerbegebiete die Stärkung der regionalen Zusammenarbeit. Und besonderes Augenmerk sollen auch die Verbesserung der europäischen Vernetzung und der internationalen Ausstrahlung Karlsruhes erhalten. -trö-

 
 

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