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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. März 2017

Carlo-Schmid-Schule: Neue „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

VIELE UNTERSTÜTZER und ausreichend eigene Unterschriften machten den Weg frei für die künftig als Schild lesbare CSS-Losung. Foto: Fränkle

VIELE UNTERSTÜTZER und ausreichend eigene Unterschriften machten den Weg frei für die künftig als Schild lesbare CSS-Losung. Foto: Fränkle

 

Als die diszipliniert auf den über der Aula gelegenen Balkonen ausharrende Schülerschaft ihre Transparente entrollte, wurde offenkundig, was alle betonten und wovon Schülersprecher Janek Hybl schwärmte: „Intern nennen wir das den Carlo-Effekt.“

Gelebte Solidarität frei von Mobbing, Diskriminierung, die der Carlo-Schmid-Schule (CSS) dank bewussten Engagements den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ einbrachte, was Freitag zelebriert wurde. Dem Schüler-Netzwerk, getragen durch den Verein Aktion Courage, gehören bundesweit mehr als 2000 Schulen mit rund einer Million Schülern an.

Was den Schmelztiegel CSS in Trägerschaft des Internationalen Bundes mit den vielen verschiedenen Nationalitäten besonders stolz macht, ist der Umstand, dies als berufsbildende Schule mit maximaler Schüler-Verweildauer von drei Jahren erreicht zu haben. Die Vorbilder seien allgemeinbildend, erklärte Schulleiterin Sylvia Zürker: „Wir müssen Projekte durchführen, die nachhaltig wirken.“ Dazu zählt ein eigener Film über Zivilcourage, der auch in Kindergärten gezeigt werden soll.

Beeindruckt vom Wirken war der frühere Erste Bürgermeister Harald Denecken als Projekt- und Schulpate. Allgemein wünsche er sich mehr Mut, für etwas einzustehen, statt dagegen zu sein. Das lebe die CSS hoffentlich noch lange. Die städtische Integrationsbeauftragte Meri Uhlig warnte nach Hannah Arendt vor der Banalität des Bösen, unterstrich eingedenk deutscher NS-Vergangenheit und verbreiteter nationalistischer Tendenzen: „Wir brauchen solche Räume, Schulen, damit das größte Verbrechen nicht nochmal passieren kann.“ -mab-

 
 

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