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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. März 2017

Stadion: Keine Auszeit beim Stadionprojekt

DAUMEN HOCH FÜR DEN EIGENBETRIEB: Betriebsleiter Werner Merkel, OB Mentrup, KASIG-Prokurist Frank Nenninger (v.l.) Foto Fränkle

DAUMEN HOCH FÜR DEN EIGENBETRIEB: Betriebsleiter Werner Merkel, OB Mentrup, KASIG-Prokurist Frank Nenninger (v.l.) Foto Fränkle

 

Gemeinderat beschließt Eigenbetrieb für Bau, Betrieb und Finanzierung des Neubaus

Am 1. April kann der neue Eigenbetrieb „Fußballstadion im Wildpark“ unter Leitung von Immobilien- und Betriebswirt Werner Merkel seine Arbeit aufnehmen. Bei der Beschlussfassung am Dienstag im Gemeinderat sprachen sich nur die KULT-Stadträte Lüppo Cramer und Michael Haug, sowie die Linken-Stadträtin Sabine Zürn und der parteilose Stefan Schmitt dagegen aus.

„Die aktuelle Situation des Vereins ist in die Überlegungen nicht mit einbezogen“, hatte Cramer nochmals neue, grundsätzliche Überlegungen empfohlen.
„Es macht keinen Sinn, die Arbeit nach Spielergebnissen auszurichten“, bekräftigte OB Dr. Frank Mentrup am Tag nach der Entscheidung vor den Medien, dass man den mit dem KSC eingeschlagenen Weg weitergehen werde. Mit der Gründung des Eigenbetriebs sei das Stadion nicht mehr städtische Immobilie mit Zuständigkeiten verschiedener Ämter, könne bis hin zur Stadionfinanzierung eigenständig agieren, was für deutlich mehr Transparenz sorge.

Übertragen wird dem Eigenbetrieb in diesem Jahr zunächst das Vergabeverfahren für das neue Fußballstadion, die Infrastruktur und der Betrieb des bestehenden Stadions folgen dann zum 1. Januar 2018. Der Gemeinderat beschloss zudem, dass die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) für den Eigenbetrieb tätig wird, um die Vertragserfüllung durch den noch zu beauftragenden Totalunternehmer zu gewährleisten und die Baubetreuung des Vorhabens von der Vergabe bis zur Fertigstellung des Stadions durchzuführen.

Der Eigenbetrieb werde keine Anlaufphase brauchen, weil man personell mit zwei „Wunschkandidaten“ an den Start gehe, stellte OB Mentrup die beiden Hauptakteure der Anfangsphase vor: Der Leiter des Eigenbetriebs Werner Merkel war bisher bereits im städtischen Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft für den Wildpark zuständig.

Von der KASIG wird ihm als Technischer Projektleiter der Dipl. Ing und Prokurist Frank Nenninger zur Seite stehen. „Er hat die Kompetenz für große Bauprojekte bei der KASIG unter Beweis gestellt und sich als kompetenter Bauleiter erwiesen“, sieht sich OB Mentrup gut gerüstet für ein Projekt, das besonders kompliziert durch den Bau unter Spielbetrieb sei. Wobei die Verantwortlichkeit für den Spiel- und Veranstaltungsbetrieb selbst weiterhin beim KSC bleibt. –fis-

 
 

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