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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. März 2017

Kombilösung: Tunnelsohle fast überall betoniert

JEDE MENGE METALL: Bewehrung des letzten Sohlenabschnitts in U-Station Lammstraße, Betonage sollte Montag erfolgen. Foto: KASIG

JEDE MENGE METALL: Bewehrung des letzten Sohlenabschnitts in U-Station Lammstraße, Betonage sollte Montag erfolgen. Foto: KASIG

NEUE PERSONENSCHLEUSE für den Südabzweig einsatzbereit. Foto: KASIG

NEUE PERSONENSCHLEUSE für den Südabzweig einsatzbereit. Foto: KASIG

 

Nur Europaplatz steht noch aus / Havarieleitung und meiste Schotts können weichen

Die hohe blaue Wasserleitung entlang der Kaiserstraße als zusätzliche Absicherung eines unterirdischen Havariefalls gehören schon fast zum Stadtbild, verschwinden aber in einigen Monaten wieder.

Dafür sorgt das Fortschreiten der Rohbauarbeiten der U-Stationen: Seit dieser Woche wird nur noch im künftigen Halt Europaplatz an der endgültigen Sohle gearbeitet. Die Havarieleitung ist für den als ex-trem unwahrscheinlich eingestuften Fall vorgesehen, dass ungeplant Grundwasser vor Herstellung der endgültigen Sohle in eine Haltestelle eintritt. Dann sollte diese über den oberirdischen Weg geflutet werden für Gegengewicht zum Grundwasserdruck. Die Tunnelröhre bleibt durch Schottwände geschützt. Ein Szenario, das – voraussichtlich Ende Mai – mit der Betonage des allerletzten Sohlenabschnitts am Europaplatz dann gar nicht mehr eintreten kann, erläutert die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung.

Das Schott, das bei Grundwassereintritt in der Lammstraße oder im Gleisdreieck mit folgender Notfallflutung die Wasserausbreitung in die weiter fortgeschrittene Station Marktplatz verhindert hätte, eine Konstruktion aus Stahlrahmen und Holzbohlen, wird in den nächsten Wochen ebenso abgebaut wie die kleineren Schotts in der von Tunnelvortriebsmaschine „Giulia“ errichteten Röhre. Nur beide Schotts westlich und östlich des Europaplatzes bleiben, ersteres kann für Aushubtransport geöffnet werden.

Überall geht dank des Sohlenfortschritts auch der Wändebau voran, am Marktplatz sind deutlich die Innenkonturen der Haltestelle zu erkennen. Oberirdisch ist am Mühlburger Tor das Abtragen der Baufeldbefestigung rund um das Kaiserdenkmal seit voriger Woche beendet, am Durlacher Tor wird am Rückbau des westlichen Baufelds gearbeitet. In der Ettlinger Straße sind schon Konturen der neuen Fahrbahnen sehr gut erkennbar.

Beim Tunnelvortrieb unter der Karl-Friedrich-Straße geht dieser Tage die zusätzliche Personenschleuse nach erfolgreichem Drucktest in Betrieb. Sie wurde in die Schlitzwand zwischen Trompete und Haltestelle Marktplatz eingebaut. Beim Kombibauwerk sind derweil die Ankerarbeiten abgeschlossen. -red-/-mab-

 
 

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