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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. März 2017

Petition: Zivilgesellschaft setzt Zeichen

BUNTE VIELFALT STATT BRAUNER HETZE: Andreas Brieger vom DGB (l.) übergab OB Frank Mentrup den Ordner mit Unterschriften. Foto: Fränkle

BUNTE VIELFALT STATT BRAUNER HETZE: Andreas Brieger vom DGB (l.) übergab OB Frank Mentrup den Ordner mit Unterschriften. Foto: Fränkle

 

OB Mentrup nimmt 9.000 Unterschriften gegen „Tag der deutschen Zukunft“ entgegen

Die Zahl 8808 prangte auf dem Deckel des Ordners, den Andreas Brieger vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) für das „Netzwerk Karlsruhe gegen Rechts“ am Dienstag an Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup übergab.

Doch da war die Zahl schon überholt, mehr als 9.000 Unterschriften waren bereits in dem dicken Ordner abgeheftet. Sie stammen allesamt von Bürgerinnen und Bürgern, die eine Online-Petition unterzeichnet hatten, in der das Netzwerk an die Stadt appelliert, alles ihr Mögliche zu tun, um in Karlsruhe den diesjährigen „Tag der deutschen Zukunft“ zu verhindern. Die Zahl derer, die sich mit ihren Unterschriften gegen den für den 3. Juni in Durlach angemeldeten Aufmarsch von Rechtsextremisten aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland wehren, steigt ständig weiter.

Er nehme das „deutliche Zeichen der Zivilgesellschaft“ gerne entgegen, betonte der OB bei der Übergabe. Mentrup unterstrich aber gleichzeitig, dass die Stadt juristisch kein Verbot durchsetzen könne, wenn sich der Veranstalter an die Auflagen halte und erinnerte an die gerichtliche Schlappe im Zusammenhang mit einer rechtsextremen Kundgebung an Pfingsten 2013. Er setzt vielmehr darauf, dass die Bürgerschaft am 3. Juni „gegen die Provokation Karlsruhes als Residenz des Rechts“ starke Signale ihrer gelebten bunten Vielfalt aussendet. Wichtiger Partner dazu sei der auch für den 3. Juni in der Innenstadt angemeldete Christopher Street Day – Festtag für sexuelle Freiheit und Toleranz. -trö-

 
 

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