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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. März 2017

Tag des Baumes: Klima verlangt nach neuen Baumarten

BEIM PFLANZEN VON ZUKUNFTSBÄUMEN im „Reitschulschlag“ legten Bürgermeister Obert (rechts), Gartenbauamts-Vize Weindel (links) und Waldfreunde-Vorsitzender Mürb (Mitte) mit Hand an. Foto: Fränkle

BEIM PFLANZEN VON ZUKUNFTSBÄUMEN im „Reitschulschlag“ legten Bürgermeister Obert (rechts), Gartenbauamts-Vize Weindel (links) und Waldfreunde-Vorsitzender Mürb (Mitte) mit Hand an. Foto: Fränkle

 

Pflanzaktion zum Tag des Baums in der Kleingartenanlage „Reitschulschlag“

Die Zeiten ändern sich, und das Klima wird nicht rauer, sondern milder, was auch für die Vegetation in hiesigen Breiten schon spürbare Auswirkungen hat. So wurden am Mittwoch in der Kleingartenanlage „Reitschulschlag“ zum Tag des Baumes, den in Karlsruhe traditionell die Stadt gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Oberrheinische Waldfreunde über eine Pflanzaktion begeht, nicht etwa Fichten als „Baum des Jahres 2017“ gesetzt, sondern sogenannte Zukunftsbäume.

Bäume, die aus „wärmeren Regionen“ kommen und, wie der stellvertretende Leiter des Gartenbauamts, Klaus Wendel, erläuterte, bei sich verändernden klimatischen Bedingungen sich auch in Zukunft als stand- und sturmfeste Stadtbäume erweisen sollten. Dazu gehören exotischere Arten, die ihren Ursprung auch in Asien, Südeuropa oder Amerika haben können, wie etwa die Italienische Erle, der Rotahorn, Amber- und Zürgelbäume.

„Grün in der Stadt ist in Zeiten des Klimawandels von fundamentaler Bedeutung“, appellierte der Vorsitzende des Bezirksverbands der Kleingärtner Karlsruhe, Alfred Lüthin, wie Professor Robert Mürb, Vorsitzender der Oberrheinischen Waldfreunde, an die anwesenden Gemeinderäte, im Interesse der Gesundheit der Menschen in Karlsruhe bei der Suche nach neuen Bebauungsflächen Kleingärtenanlagen unangetastet zu lassen.

Zumal zunehmender Wohnungsbau eher noch die Nachfrage nach Kleingärten steigern werde. „Noch ist nichts entschieden“, wies Bürgermeister Michael Obert darauf hin, dass vor dem Hintergrund des unbestrittenen Wohnungsmangels es aktuell eine Suchkulisse gebe, in der drei Kleingartenflächen lediglich zu den Prüfflächen gehörten, endgültige Beschlüsse aber keineswegs getroffen wurden. Für den Rahmen der Pflanzaktion sorgte der Grundschulchor der Europäischen Schule. -fis-

 
 

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