Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. März 2017

TechnologieRegion: Schlagkraft verstärken

Innenentwicklung / Blick auf Technologieachse Süd

Die TechnologieRegion Karlsruhe, der elf Städte, vier Landkreise und der Regionalverband Mittlerer Oberrhein angehören, wandelt sich in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung um. Damit öffnet sich das bisherige Aktionsbündnis auf freiwilliger Basis auch Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Die formale Überführung der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) in die neue Rechtsform soll am Freitag, 7. April, im Technologiepark erfolgen, der feierliche Gründungsakt mit der baden-württembergischen Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut am 21. Juli ebenfalls in Karlsruhe. Die neue Institution tragen zu 50 Prozent die 16 Altgesellschafter, dazu kommen Beteiligungen aus Wirtschaft (40 Prozent) und Wissenschaft (zehn Prozent).

Nach der Gründung der GmbH könne die TRK „nach außen hin wesentlich schlagkräftiger auftreten“, betonte OB Dr. Frank Mentrup am Rande der 36. Regionalkonferenz der TRK vor den Medien. Der TRK-Vorsitzende nannte dabei EnBW, SEW-Eurodrive (Bruchsal), Grenke AG (Baden-Baden), evohaus und 4L Management (beide Karlsruhe) neben IHK und HWK als die ersten neuen Partner aus der Wirtschaft. Zu dem Septett aus Unternehmen und Kammern dazu kommen KIT und FZI aus der Wissenschaft. Die neue Geschäftsstelle der TRK soll wie auch ein Welcome-Center in Räumen des Technologieparks angesiedelt werden.

Die TRK will darüber hinaus auf anderen Ebenen ihre Schubkraft erhöhen, sich weiter vernetzen. So habe das Bündnis künftig verstärkt eine Technologieachse Süd im Blick, nannte IHK-Präsident Wolfgang Grenke ein weiteres Ergebnis der Regionalkonferenz. Diese zwischen Karlsruhe und Salzburg entlang der Magistrale für Europa verlaufende Achse, die die TechnologieRegion mit dem oberbayerischen Chemiedreieck verbindet, sei mit 60 Universitäten und 50 außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie technologieorientierten Leitbranchen eine „herausragende Innovationsregion in Deutschland und Europa“.

Ein weiterer Schwerpunkt künftigen Handelns liegt im Themenfeld Mobilität. Mentrup berichtete davon, dass die Stadt Karlsruhe mit der Projektpartnerschaft „Urbane Mobilität“ auf europäische Ebene begonnen habe. Bei der leitet die Fächerstadt gemeinsam mit der Tschechischen Republik ein aus 20 Partnern (Staaten, Regionen, Kommunen) bestehendes Projektkonsortium im Rahmen der urbanen Agenda. Dabei kann Karlsruhe federführend europäische Verkehrspolitik mitgestalten, vor allem mit Blick auf Verbesserungen auf den Feldern Finanzierung, Gesetzgebung und Wissensaustausch.

Auf nationaler Ebene soll sich das Cluster-Thema Mobilität in der neuen Veranstaltungsreihe „Mobilitätswende“ niederschlagen. Dabei untersuchen TRK und Metropolregion Rhein-Neckar auf gemeinsamen Regionalkonferenzen Möglichkeiten der klimafreundlichen Mobilität. Der Startschuss fällt am 11. Mai in Hockenheim bei einer Veranstaltung mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Norbert Barthle. -trö-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe