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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. April 2017

Bürgerforum: Europa unter dem Brennglas

QUO VADIS EU?: Die Europapolitiker Daniel Caspary und Peter Simon (rechts) standen im Bürgersaal Rede und Antwort. Foto: Knopf

QUO VADIS EU?: Die Europapolitiker Daniel Caspary und Peter Simon (rechts) standen im Bürgersaal Rede und Antwort. Foto: Knopf

 

„Mitreden über Europa“ hieß eine Veranstaltung des Informationsbüros des Europäischen Parlaments kürzlich im Bürgersaal des Rathauses. Die beiden Europapolitiker Daniel Caspary (CDU) und Peter Simon (SPD) standen beim Bürgerforum Rede und Antwort.

Eines war offensichtlich: Das Interesse an der EU in Zeiten des Brexit und des grassierenden Rechtspopulismus war enorm, wie die voll besetzten Plätze im Saal demonstrierten. „Es ist wichtig, dass wir über Europa reden, einerseits über den großen Gewinn, den uns das Projekt Europa gebracht hat, aber auch offen darüber diskutieren, an welchen Stellen Europa nicht klappt und wie wir die Herausforderungen meistern“, sagte OB Dr. Frank Mentrup. Die EU sei eine Erfolgsgeschichte, die Prosperität, Frieden und kulturelle Vielfalt gebracht habe.

Allerdings müssten die europäischen Institutionen auch wieder an Glaubwürdigkeit gewinnen. Er plädierte für eine urbane Agenda. Gerade in den Städten werde der europäische Gedanke weiter entwickelt. Der Rathauschef sah mit der Kooperation im Eurodistrikt PAMINA oder der Trinationalen Metropolregion gute Modelle. In der Diskussion wurden viele Themen angeschnitten. Seien es grenzüberschreitende Verkehrsverbindungen, Erschwernisse für Handwerker durch EU-Bürokratie oder auch das große Friedensprojekt EU.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass wir in Frieden leben“, meinte ein Diskutant, dessen Großvater noch in beiden Weltkriegen gekämpft hatte. „Diesen Wert zu erkennen ist enorm wichtig“, betonte auch Europapolitiker Simon. Einer verwies darauf, dass es nicht nachvollziehbar sei, dass im EU-Parlament rechtspopulistische Parteien sitzen, die zur Abschaffung eben jener EU hinwirken. Dies sei eben Demokratie, das müsse man aushalten, erwiderte Daniel Caspary. -voko-

 
 

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