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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. April 2017

Studie: Karlsruher Mietmarkt moderat

EHER NIEDRIG im Landesvergleich sind Karlsruhes Mieten. Laut CRES kann man in Grünwettersbach am günstigsten wohnen. Archivfoto: Fränkle

EHER NIEDRIG im Landesvergleich sind Karlsruhes Mieten. Laut CRES kann man in Grünwettersbach am günstigsten wohnen. Archivfoto: Fränkle

 

Gefühlt kommt es oft anders, aber Prognosen auf grob gesagt Sonne oder Regen sind recht zuverlässig. Im Rückblick zeigen die Zahlen, wie gut oder schlecht es wirklich war. Das Mietwetter des Center for Real Estate Studies (CRES) zeigt für Karlsruhe „angenehme Miet-Temperaturen“.

Auch im Vergleich zu anderen Großstädten des Landes wie Freiburg oder Stuttgart bleibt der Mietmarkt demnach mit 9,29 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter moderat, 2016 stieg sie kaum. Das gaben die Experten des Hochschulinstituts mit Schwerpunkt Immobilienwirtschaft bekannt. In Freiburg, wo CRES seinen Sitz hat, liegt der Durchschnittswert knapp unter elf (10,96), in Stuttgart fast bei zwölf Euro (11,84 Euro).

Unter den hiesigen 27 Stadtteilen durchbrach zur Halbjahresbilanz einzig die mit dem KIT studentisch geprägte und entsprechend begehrte Oststadt die Zehn-Euro-Grenze (um vier, dann fünf Cent). Ende des vierten Quartals kam die aufstrebende junge Nordweststadt mit 10,35 (9,83) Euro als Spitzenreiter hinzu. So betrug die dortige Steigerung gut fünf Prozent. Die größte (6,83 Prozent) erfuhr Grötzingen – bei allerdings schwachem Niveau von 8,04 auf 8,59 Euro. Gar rückläufig war die Entwicklung in Daxlanden, Grünwinkel, Hohenwettersbach, Innenstadt-West, Neureut, Stupferich, Süd- und Weststadt. Die günstigsten Mieten fanden sich zuletzt mit 8,07 Euro in Grünwettersbach, was freilich auch mit der Randlage zusammenhängt.

Die zum Start des Wintersemesters im Herbst erwarteten Zuwächse waren nicht auszumachen. Neben Erstsemestern scheinen viele Absolventen für starke Marktbewegung zu sorgen. Darauf deutet auch hin, dass die Anzahl inserierter Wohnungen im letzten Quartal 2016 rund acht Prozent über dem vorherigen Wert lag, erklärte der wissenschaftliche Institutsleiter Prof. Dr. Marco Wölfle. -red-/-mab-

Mietwetter: Was ist das?

Als Immobilien- oder Mietwetter wird eine vom Hochschulinstitut CRES erstellte Studie bezeichnet, die quartalsweise Karlsruhes, Freiburgs, Stuttgarts und Berlins Mietangebot auswertet. Neben Durchschnittspreisen werden die Zahlen angebotener Wohnungen ins Verhältnis zur Bestandsbevölkerung gesetzt: Ergibt die Wahrscheinlichkeit, eine Wohnung zum regionalen Durchschnittspreis zu finden. Als Datenbasis dienen alle von der IMV Immobilien-Marktdaten-Vertriebs GmbH erfassten Wohnungsangebote. Analyse kann heruntergeladen werden auf www.steinbeis-cres.de, Forschung.

 
 

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