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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. April 2017

Tourismus in Karlsruhe 2016: Eine halbe Million Inlandsgäste

DIE SCHLOSSLICHTSPIELE gehören zu den Events, die für eine steigende Wahrnehmung Karlsruhes für Städtereisen sorgen. Foto Fränkle

DIE SCHLOSSLICHTSPIELE gehören zu den Events, die für eine steigende Wahrnehmung Karlsruhes für Städtereisen sorgen. Foto Fränkle

 

Übernachtungszahlen vom Stadtgeburtstagsjahr getoppt / Erstmals Gästebefragung

Nachdem das Stadtgeburtstagsjahr 2015 für Rekordzahlen in der Tourismusstatistik sorgte, konnte dieses Niveau im 2016 gehalten werden. 638.846 Gäste und damit 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr sorgten mit 1.101.223 Übernachtungen (plus 0,4 Prozent) für einen neuen Übernachtungsrekord.

„Es war schon überraschend, dass das Jahr mit den vielen Veranstaltungen des Festivalsommers noch getoppt werden konnte“, stellte Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz bei der Vorstellung der Tourismuszahlen am Mittwoch fest. Dabei habe man auch von dem landesweiten Wachstumstrend bei den Inlandsgästen profitiert. Dass knapp eine halbe Million Besucher aus dem Inland rund 5.000 zusätzliche Übernachtungen buchten (insgesamt 832.346) sei aber ebenso auf viele neue Produkte und Kooperationen zurückzuführen, die geholfen hätten, Karlsruhe als Tourismusziel noch weiter bekannt zu machen.

„Sommerspecials wie die Schlosslichtspiele locken noch mehr Gäste an“, sieht die Bürgermeisterin deshalb weiterhin einen Nachholbedarf Hotelgewerbe. Bei den Übernachtungsgästen aus dem Ausland stehen den außergewöhnlichen Zunahmen von Reisenden aus Holland und den USA, deutliche Rückgänge aus England und Asien zurück, die auf politische Veränderungen sowie den ganz Europa anhaftenden Terrorgefahren zurückgeführt werden.

„Drei Viertel der Gäste bleiben nicht länger als zwei Nächte in der Stadt“, ist eines der Ergebnisse der von April 2015 bis März 2016 erstmals durchgeführten Gästebefragung, die Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig, Leiterin des Amts für Stadtentwicklung vorstellte. Die Auswertung der 2.731 zurückgegebenen Fragebogen liefert eine Fülle von Daten, von der Anreiseart, über Informationswege vor dem Besuch, Altersstruktur, Buchungswege, regionale Herkunft und Interessen der Karlsruhe-Reisenden, die besonders hilfreich für die Arbeit der Karlsruhe Tourismus GmbH (KTG) sind.

„Die Gästebefragung lieferte einige überraschende Ergebnisse. Besonders erfreulich ist, dass die Hälfte „private Motive“ für die Reise angibt“, geht KTG-Geschäftsführer Klaus allerdings davon aus, dass der Anteil der Geschäftsreisenden eher bei 70 Prozent liege, weil dieser Personenkreis sich nicht besonders stark an der Befragung beteiligt habe. „Die Wahrnehmung der Stadt für Städtereisen ist auf jeden Fall gestiegen“, verweist Hoffmann auf bundesweite Erhebungen des Instituts für Management und Tourismus mit deutlichen Zuwächsen im Bekanntheitsgrad Karlsruhes in den Bereichen Kultur, Shopping, Events und Radfahren.

„Karlsruhe ist ein gutes Pflaster für den Städtetrip“, dafür müssen wir auf allen Kanälen weiterwerben“ will die KTG weiter an zielgruppenorientierten Angeboten, etwa für Kulturliebhaber, neuen Stadtrundgängen und Verbesserungen der Karlsruhe Card sorgen. Unabhängig von den Übernachtungsgästen wolle man Gäste aus dem Nahgebiet bis Mannheim und Stuttgart zu Trips in die Region animieren. –fis-

 
 

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