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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. April 2017

Wohnungsbau: Hardtwaldsiedlung plant Innenentwicklung in der Oststadt

Zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Wohnen am Fasanengarten westlich der Parkstraße“ lud kürzlich das Stadtplanungsamt die Bürger ins Gemeindezentrum St. Bernhard ein. Der Info-Termin war Teil der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit an dem Bauprojekt in der Oststadt.

Die Genossenschaft Hardtwaldsiedlung möchte hier ihr Wohnangebot durch qualifizierte Innenentwicklung auf dem Areal ergänzen. In dem Quartier, das Eigentum der Baugenossenschaft ist, sind barrierefreie Wohnungen und soziale Wohnprojekte angedacht. Konkret sollen sieben Häuser mit 45 Wohnungen (zweieinhalb Geschosse) entstehen.

Am Kopfbau am Fasanengarten ist zudem ein Wohnprojekt mit betreuten Seniorenwohnungen geplant. Eine Tiefgarage soll 87 Stellplätze umfassen, der Spielplatz aufgewertet werden. Garagengebäude aus den Dreißigern, damals eine Seltenheit, stehen unter Denkmalschutz.

Stadtplanerin Sigrun Hüger und Architektin Bernadette Wozniak-Fink präsentierten das autofreie Vorhaben auf 10.000 Quadratmetern des Gesamtareals von 32.000. Kritik kam von der Anwohnerschaft vor allem dahingehend, dass die Gärten der Reihenhäuser stark dezimiert würden. In dem Zusammenhang monierten Bürger auch, dass die Luftdurchlässigkeit durch die Gebäude beeinträchtigt werde. Hüger merkte jedoch an, dass durch die kleinteilige Bebauung keine klimatischen Beeinträchtigungen entstünden.

Zudem fügte Wozniak-Fink hinzu, dass begrünte Dächer entstehen und so viele Bäume wie möglich erhalten bleiben sollen. „Die Oststadt ist ohnehin schon viel zu dicht bebaut“, unterstrich ein Bürger. Auch hoher Parkdruck wurde weitergegeben. Zu Letzterem erklärte Hüger, für jede Einheit seien Tiefgaragenplätze verfügbar. Gerade im Hinblick auf die Altersstruktur der Genossenschaft (55 Prozent sind älter als 60 Jahre) seien behindertengerechte Wohnungen sehr wichtig, betonte Norbert Krumm, Vorstand der Hardtwaldsiedlung. Möglicher Baubeginn wäre Ende 2018, Anfang 2019. Zuvor stehen Auslegungsbeschluss mit öffentlicher Auslegung und Satzungsbeschluss an. -voko-

 
 

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