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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. April 2017

Umwelt- und Arbeitsschutz: Ökologie und Kulinarik aus der Region

Für die Beweidung am alten Flugplatz sind u.a. die Ziegen von Landwirt Fritz Gruber (re.) zuständig, hier gemeinsam mit BM Stapf Foto: Knopf

Für die Beweidung am alten Flugplatz sind u.a. die Ziegen von Landwirt Fritz Gruber (re.) zuständig, hier gemeinsam mit BM Stapf Foto: Knopf

 

„Karlsruhe isst heimisch“ heißt eine neue Veranstaltungsreihe des städtischen Umwelt- und Arbeitsschutzes. Im Rahmen der Heimattage begrüßte Bürgermeister Klaus Stapf am 23. April viele Interessierte im Naturschutzgebiet am alten Flugplatz in der Nordstadt.

Dort hatte der Storchenhof aus Dettenheim einen Stand und offerierte diverse Erzeugnisse aus eigener Produktion wie Salami oder Lammeintopf. Fritz Gruber, der Betreiber des Hofs, auch mit Stand auf dem Markt am Gutenbergplatz, ist mit seinen Tieren für die Beweidung des alten Flugplatzes zuständig. Derzeit sorgen vier Esel, 20 Schafe sowie etliche Schwarzhalsziegen dafür, dass Büsche und Hecken nicht überhand nehmen.

„Dieses Naturschutzgebiet ist etwas Besonderes. Wir haben hier rund 80 Vogelarten, 100 Nachtfalter und eine einzigartige Flora. Der Heimatbegriff hat sich ja längst gewandelt und so eine Kulturlandschaft wie diese ist ein fester Bestandteil“, sagte Stapf. Währenddessen zogen Jogger und Spaziergänger vorbei und demonstrierten, wie wichtig das Naherholungsgebiet im Norden für die Menschen ist. Esel, Ziegen und Schafe würden mit den mageren Böden auf dem Areal hervorragend zurechtkommen und seien deshalb für die Beweidung bestens geeignet.

Diese Naturlandschaft zu erhalten, sei ein wichtiges Anliegen, so Stapf. „Hier kann man die Natur, die Weite und vor allem die Stille genießen. Die Menschen wissen diese Verbindung von Naturschutz und Naherholung zu schätzen“, betonte der Dezernent, der auch das Problem der Vermüllung ansprach und das Engagement von Ehrenamtlichen lobte. Wichtig sei, dass sich alle an das Wegenetz halten. Über seine Tiere berichtete Gruber, denn einige zählen zu vom Aussterben bedrohten Rassen. Erfreut über die große Resonanz war auch Ulrike Rohde (Umwelt- und Arbeitsschutz). Weitere Veranstaltungen „Karlsruhe isst heimisch“ sind Ende Mai am Rhein (Thema Fisch) und Ende September in den Bergdörfern (Thema Obst, Streuobstwiesen) geplant.  -voko-

 
 

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