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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Mai 2017

Menschen mit Behinderungen: Viele Details zur besseren Planung

 

App „Karlsruhe barrierefrei…“ offiziell freigeschaltet / Stadtplan mit vielen Daten

Gesellschaftliche Teilhabe und Mobilität sollten für behinderte Menschen selbstverständlich sein, sind sie aber nicht. Beide Aspekte verbessern will die Web-App „Karlsruhe barrierefrei…“, die nun offiziell freigeschaltet wurde und mit der ein langgehegter Wunsch des Beirats für Menschen mit Behinderungen erfüllt wird.

Mit der Web-App (www.karlsruhe.de/barrierefrei) können Nutzerinnen und Nutzer zuhause am Computer, per Tablet oder Smartphone rasch herausfinden, welches Restaurant, Bürgerbüro, Einkaufszentrum oder welche Kultureinrichtung barrierefrei ist oder wo sich die nächste passende Toilette befindet. Der Fokus der Anwendung liegt auf Mobilität, eine Sprachausgabe für Blinde und Sehbehinderte soll folgen.

Das städtische Liegenschaftsamt hat für die App 200 Gebäude untersucht und vermessen.163 Einrichtungen und 318 Ziele mit Zugangsbeschreibung sind erfasst. So kann man nachlesen, ob es in den Objekten Rampen oder einen Fahrstuhl gibt, wie breit die Eingangstür ist, wie viel Kraft es braucht, eine Drehflügeltür aufzustemmen und welche Wegstrecke man zur nächstgelegenen barrierefreien Haltstelle oder zum Parkplatz einkalkulieren muss.

Der Nutzerkreis beschränke sich längst nicht nur auf behinderte Menschen, auch Familien mit Kinderwagen oder Senioren mit Rollatoren erleichtere die App den Alltag, erklärte die Direktorin der Sozial- und Jugendbehörde, Karina Langeneckert. Bei der App handelt es sich um ein lernendes System, ein Feedback-Button gibt Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit für Rückmeldungen. Mit dem Stadtplan ließen sich viele Stolperstellen rechtzeitig erkennen, er erleichtere die Planung, lobte Margit Schönfeld, Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderungen das neue Instrument und dessen Umsetzung. -maf-

 
 

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