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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Mai 2017

Städtepartnerschaften: In Vertrauen zusammen stehen

Nach dem Festakt zur Feier der  25- und 30-jährigen Partnerschaften trugen sich die Delegationsmitglieder im Bürgersaal des Rathauses  in das Goldene Buch der Stadt Karlsruhe ein.  Foto. Fränkle

Nach dem Festakt zur Feier der 25- und 30-jährigen Partnerschaften trugen sich die Delegationsmitglieder im Bürgersaal des Rathauses in das Goldene Buch der Stadt Karlsruhe ein. Foto. Fränkle

 

Festakt zur Feier der Partnerschaftsjubiläen mit Halle, Krasnodar und Temeswar

Wieviel Dynamik in der 30-jährigen Partnerschaft zu Halle und den 25-jährigen zu Krasnodar und Temeswar steckt, ließen beim Jubiläumsfestakt am 28. April im Bürgersaal des Rathauses jugendliche Hipphopper ebenso spüren wie die offiziellen Delegationen.

OB Dr. Frank Mentrup begrüßte zudem Gäste aus Nancy, denn die Partnerstädte haben inzwischen untereinander ein feines Netz gewoben. Während des Ost-West-Konflikts seien die Städtebündnisse anfangs „große Wagnisse“, geradezu „absurd“ gewesen, dankte Mentrup allen Engagierten, voran den Freundeskreisen. Die Partnerschaften führten zu „echten Freundschaften, wirbeln weniger Staub auf als die große Politik – aber sie sind sehr effektiv“.

Davon zeugen unzählige Projekte, ob Azubi-Austausch der Verwaltungen, gemeinsame Händel-Begeisterung, Jugendbegegnungen, Kooperation im Gesundheitswesen, zwischen Schulen und Hochschulen, Medien, der Wirtschaft, im Sport und der Kultur, etwa Konzerten der Jugendorchester. Diese Brücken gelte es auch in schwierigen Zeiten zu erhalten und in immer neuen Vorhaben zusammen zu stehen und einander zu vertrauen.

Auch der Hallenser OB Dr. Bernd Wiegand erinnerte an die Vorwendezeiten, als noch nicht alles so „freimütig und offen war, die Karlsruher Delegation im Hotel massiv abgehört wurde“ und dankte für die Verwaltungshilfe nach 1989, ohne die Halle die Umsetzung deutscher Gesetze nicht geschafft hätte. Die Unterstützung beim Bau des heutigen Wasserwerks hob dessen damaliger Chef Willy Klose hervor. Heute lebe Halle die Partnerschaft „mit ganzem Herzen“ und es gebe im Austausch von Stadtprojekten in unterschiedlichen Herangehensweisen noch viel zu tun, schloss Wiegand.

Auch sein Krasnodarer Kollege Evgeny A. Pervyshov erwähnte die Anfangsprobleme, die dank großen persönlichen Einsatzes, etwa von Christa Köhler, Herbert Huber, oder Christian Friedrich von der Freundesgesellschaft, wie durch die Ob´s Gerhard Seiler, Heinz Fenrich und Wladimir Evlanow überwunden wurden. Jetzt müsse man „vor einer großen gemeinsamen Zukunft die Zusammenarbeit für unser europäisches Haus weiter zu führen“. Dazu trage auch die Städtepartnerschaftskonferenz Ende Juni in Krasnodar bei.

Vizebürgermeister Dan Diaconu, Temeswar, bezeichnete „die Freundschaft als eines der wichtigsten konstitutionellen Lebenselemente “ seiner Stadt, als sehr „intensiv, mit hunderten von Projekten“ aller gesellschaftlichen Gruppen. Wichtige „Koordinaten für die Zukunft seien Kooperationen in Technologie, Bildung und Kultur, bei letzteren wichtig, da Temeswar 2021 Kulturhauptstadt werde. Die Stimmen Karlsruhes und Temeswars würden in Europa gehört. -cal-

 
 

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