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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Mai 2017

Bäderbetriebe: Beruhigende Bilanz

ENTSPANNUNG PUR bietet die unverändert beliebte Therme Vierordtbad. Umbauten sollen sie noch attraktiver machen. Foto: Fränkle

ENTSPANNUNG PUR bietet die unverändert beliebte Therme Vierordtbad. Umbauten sollen sie noch attraktiver machen. Foto: Fränkle

 

Trotz Schlechtwetters bei Gästezahl fast Vorjahresniveau

Karlsruhes Bäderkonzept geht weiter auf: Erkenntnis des Bäderausschusses, der vorige Woche unter Vorsitz von Bürgermeister Martin Lenz im Rathaus tagte.

Auch und gerade in Jahren mit Schlechtwetterphasen, die wie im vergangenen Frühsommer naturgemäß vor allem den Freibädern schaden, zahlt sich zweierlei aus: „Das jeweilige Profil schärfen, um teils ganz unterschiedliche Zielgruppen bedienen zu können, und immer wieder investieren, um die Attraktivität hoch und die Besucherzahlen“, im Grunde auf Höchstniveau angelangt, „möglichst konstant zu halten“, erklärte Bäderbetriebsleiter Oliver Sternagel in öffentlicher Sitzung.

August und September holten 2016 noch viel von dem auf, was Regen und eher kühles Wetter verhindert hatten: Unter dem Strich lag die Gesamtbesucherzahl mit 1,55 Millionen nur geringfügig unter der Vorjahressumme von 1,63 Millionen Gästen. „Im bundesweiten Vergleich immer noch ein Topwert“, bilanzierte Sternagel, ging doch im Schnitt jeder Karlsruher fünfmal in ein städtisches Bad. Der operative Zuschussbedarf erhöhte sich ebenfalls nur minimal um rund fünf Prozent von 5,2 auf knapp 5,5 Millionen Euro. Auch das suche – zumal bei vergleichsweise moderaten Eintrittspreisen und hoher Subventionsbereitschaft – seinesgleichen.

Den Wetterunbilden geschuldet, aber auch, wie der Ausschuss konstatierte, einem generellen Trend, der mit verändertem Freizeitverhalten zu tun hat, ließen die Freibäder nach – insgesamt um 10,4 Prozent. Sternagel erinnerte daran, „dass wir eben auch sehr hohe Fixkosten haben“. Ein heißes langes Wochenende erziele zugleich immer noch spürbaren Auftrieb. Knapp 504000 Besucher (2015: rund 562500) waren es am Ende, während die Hallenbäder sogar ein leichtes Plus von 1,6 Prozent auf gut 755000 Gäste (743000) verzeichneten. In der Einzelbetrachtung mit Plus und Minus waren Umbauten und die vielen publikumswirksamen Aktionen wie verbreitet Saunanächte oder die unter Wasser vernehmbare Live-Musik in der Therme Vierordtbad, auf dem Weg zur Fünf-Sterne-Klassifizierung, Thema.

Bäderdezernent Lenz lobte das Engagement der Beschäftigten und Verantwortlichen, beteuerte, dass nie bei der Sicherheit gespart werde und verwies auf einen Kongress in Hamburg, bei dem immer wieder eine Bäderlandschaft Beispiel gebend war – die Karlsruher. -mab-

 
 

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