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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Mai 2017

Bauausschuss: Stadthalle bei Aufträgen im Fokus

Bauausschuss stimmt zahlreichen Vergaben zu / Viel regionale Beteiligung

Der Bauausschuss hat in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung am Freitag, 5. Mai unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert zahlreiche Beauftragungen gebilligt: darunter mehrere zur gebotenen Modernisierung der Stadthalle. Die Verwaltung kann somit die entsprechenden Arbeiten vergeben, nach derzeitigem Stand zu in diesem Fall meist signifikant niedrigeren Beträgen als gemäß Kostenberechnung erwartet.

Die Verwaltung war teils selbst von den enormen Abweichungen wie der Preisspanne bei den Wettbewerbern überrascht, geht aber auch von üblichen legitimen Nachträgen für Folgekosten aus. Bezogen auf die ja gerade erst anlaufende, noch nicht komplett verplante Großmaßnahme Stadthalle werde die Kalkulation insgesamt auch nur um gegenwärtig zehn bis zwölf Prozent unterschritten, erklärte Obert. Bemerkenswert viele regionale Firmen beteiligten sich, weil sie offenkundig gerade dies als Prestigeobjekt betrachteten, fügte die Leiterin des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW), Anne Sick, an.

Die HGW-Projekte im Einzelnen: Ein Unternehmen aus Frankfurt soll für knapp 880000 Euro, bei einem Minderbetrag von gut 850000 Euro gegenüber der Berechnung, die fragliche Baustelle auf dem Festplatz einrichten. Um die Aufzüge Ost/West/Foyer soll sich eine Rheinstettener Firma kümmern, die den erwarteten Betrag mit gut 502000 um rund 277000 Euro unterbot. Diverse Schritte fallen einem Freiburger Anbieter zu: Rund 822500 Euro ergeben einen Minderbetrag von gut 233000 Euro. Neben vielem Anderen übernimmt er Abbrucharbeiten, diese wie Rückarbeiten auch eine Firma aus Rückersdorf (Brandenburg). Ein Gerüstbauer aus Rheinstetten soll seine Expertise für die zu erneuernde Stadthalle einbringen – auf rund 543500 Euro belief sich sein Angebot (Minderbetrag aktuell knapp 427000). Fast 108000 Euro lag die gleiche Firma unter der Kostenberechnung für Gerüstarbeiten an der neuen Hauptfeuerwache.

Trockenbauarbeiten zum Neubau der Augustenburg-Gemeinschaftsschule (Grötzingen) darf die Verwaltung an ein Ludwigsburger Unternehmen vergeben, das knapp 440000 Euro, so einen Minderbetrag von knapp 160000 Euro darlegte. Architekturleistungen zur Modernisierung der Tulla-Realschule soll das empfohlene Karlsruher Büro für ein Honorar von etwa 300000 Euro tätigen. Für die Umsetzung dreier Maßnahmen in Verantwortung des Tiefbauamts gab der Ausschuss ebenfalls grünes Licht: Tiefbauarbeiten am Kornweg (Fahrbahnerneuerung, Kanalneubau) sind einer Firma aus dem badischen Ottersweier zu überantworten und 610436 Euro überschaubare gut 50000 mehr als prognostiziert. Ein Bielefelder Unternehmen soll für 634400 Euro den Auftrag für einen Trainingsplatz am neuen Wildparkstadion erhalten – Minderbetrag: 193600 Euro. Für eine Lärmschutzwand in Stupferich lag eine Mainburger Firma vorn. Die Bayern boten anstehende Arbeiten für 32100 Euro weniger als die 300000 kalkulierten an. -mab-

 
 

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