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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Mai 2017

Heimattage: Auftakt in der Innenstadt

HEIMAT IN BEWEGUNG: Modern Dance, Akrobatik und Hip-Hop begeisterten neben vielem Anderen beim Baden-Württemberg-Tag als Programmpunkte auf der Showbühne des Schlossvorplatzes. Fotos: Knopf

HEIMAT IN BEWEGUNG: Modern Dance, Akrobatik und Hip-Hop begeisterten neben vielem Anderen beim Baden-Württemberg-Tag als Programmpunkte auf der Showbühne des Schlossvorplatzes. Fotos: Knopf

OFFIZIELLER EMPFANG im Schloss: OB Dr. Mentrup (r.) begrüßte unter anderem Minister Lucha und Regierungspräsidentin Kressl. Im Hintergrund die Wappentiere des Landes. Foto: Knopf

OFFIZIELLER EMPFANG im Schloss: OB Dr. Mentrup (r.) begrüßte unter anderem Minister Lucha und Regierungspräsidentin Kressl. Im Hintergrund die Wappentiere des Landes. Foto: Knopf

STIMMUNGSKANONE: Die SWR 1-Band heizte richtig ein und ließ auch das dem trüben Wetter trotzende Publikum mitsingen. Foto: Knopf

STIMMUNGSKANONE: Die SWR 1-Band heizte richtig ein und ließ auch das dem trüben Wetter trotzende Publikum mitsingen. Foto: Knopf

 

Reger Andrang zum Start des Festivalsommers 2017 mit Kulinarik, Tanz und Infos

Es war ein starker Auftakt der Heimattage Baden-Württemberg, die am Wochenende in der Fächerstadt auf dem Schlossplatz und weit darüber hinaus direkt mit reichlich Unterhaltungs- und Informationsprogramm Eindruck machten.

Eines war offensichtlich: Zwar spielte das Wetter vor allem am Sonntag nicht recht mit, aber das schreckte die interessierten Besucher aus nah und fern nicht ab – genießen und feiern war angesagt. So auch beim Fest der Sinne mit viel Kulinarik an markanten Stellen der Innenstadt. Der Schokoladenmarkt auf dem Kirchplatz St. Stephan zog stark an, das Kinderland begeisterte und der Bummel am verkaufsoffenen Sonntag lockte wie das Fahnden nach Schätzen auf dem Trödelmarkt. „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung“, meinte eine Familie aus Linkenheim gut gelaunt. Zumal die dunklen Wolken zwar drohend am Himmel standen, sich aber nicht über die Besucher ergossen.

Im Fokus stand naturgemäß der Schlossvorplatz. Nach einem schwungvoll untermalten Samstagabend mit der SWR Big Band und Curtis Stigers zur „The Las Vegas Show“ rockte am Sonntag unter anderem die SWR 1-Band die Bühne des Senders. Mit Coverversionen von Klassikern beispielsweise der Band The Police und des Singer-Songwriters Albert Hammond („It never rains in Southern California“), während auf der Heimattagebühne lokale Künstler und Gruppen ihren Auftritt bekamen, etwa Hip-Hop und Modern Dance darboten.

Keine Frage, bei der Vielfalt der Angebote kam jeder auf seine Kosten. Etliche Stände informierten über Kunsthandwerk, Ausflugsziele ins Elsass, in Schwarzwald oder Kraichgau. Die Leistungsschau des Landes mit ihrem Entdeckermarkt repräsentierte die Stärke des Handwerks im Ländle, während die hiesige Industrie- und Handelskammer – wie tags zuvor volksnah das Bundesverfassungsgericht – einen Blick hinter die Kulissen erlaubte. Oldtimer-Modelle führten die „Badische Meile“ an und lieferten einen Vorgeschmack auf den „Tribut an Carl Benz“, die Parade und Schau im Zuge der Heimattage am 11. Juni. Das vergangene Wochenende war erst der Start eines neuerlichen Festivalsommers, der unter anderem der „Heimat des Fahrraderfinders“ gewidmet ist. Unter dem Motto „Ganz schön Drais“ gibt es viele Events zum genialen Pionier und speziell zum Laufrad, das vor 200 Jahren der Fortbewegung einen innovativen Impuls gab. Innovativ, und speziell in Sachen Mobilität, das soll als Konstante zum Ausdruck kommen, ist die Heimat von Karl Drais bis heute.

Offizielles Zentrum der Feierlichkeiten rund um den Baden-Württemberg-Tag als erster Klammer der Heimattage war der Empfang im Gartensaal des Schlosses. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup begrüßte zahlreiche Gäste, unter anderem Landessozialminister Minister Manne Lucha und Regierungspräsidentin Nicolette Kressl. „Wir sind stolz darauf, dass Karlsruhe – als bisher größte Stadt – gemeinsam mit dem Land dieses traditionsreiche Ereignis ausrichtet“, sagte Mentrup. Natürlich nannte er den Urvater der Mobilität Drais, aber auch die badische Residenz als Hort von Liberalität und Weltoffenheit. „Gastfreundlichkeit und Toleranz liegt in unseren Genen – und zwar seit dem Privilegienbrief von Markgraf Karl Wilhelm“, führte das Stadtoberhaupt fort und zeichnete die „Heimat im Wandel“. Die Losung bildet mit „Heimat im Netz“ als Spiegel der prägenden Digitalisierung und der Hommage an Drais den Dreiklang dieser Heimattage Karlsruher Färbung. „Gerade in urbanen Räumen“, griff Lucha den Gedanken des beweglichen Terminus auf, „ist der Begriff Heimat spannend. Denn damit verbindet man ihn nicht sofort.“ Aber: „In Zeiten der Globalisierung spielt Heimat eine immer größere Rolle.“

Derweil genossen die Besucher einen guten Tropfen oder vegane Burger auf dem Friedrichsplatz. Französische Spezialitäten wie Foie gras oder Eclairs gab es an Ständen aus dem Elsass. „Wir wollten mal sehen, wie Karlsruhe die Heimattage macht. Vor einiger Zeit feierten wir diese bei uns in Bruchsal. Uns gefällt’s“, sagte ein Pärchen aus der Barockstadt. In der Schokoladenfabrik lauschten die Kinder aufmerksam den Instruktionen von Susan Lesniak. Die Durlacherin schuf mit den Kleinen zuckerfreie Schokolade aus Costa Ri-ca. Spitze Schreie aus Kinderkeh-len hörte man vor der Bühne am Friedrichsplatz. Dort war Maskottchen-Dance-Battle angesagt. Und wenn es hieß, Tina Tunnel und Kombi Karle müssten noch an ihrem Hüftschwung feilen, vergnügte das nicht nur das jüngste Publikum. Zufrieden resümierte City-Manager Sascha Binoth. „Der Samstag mit seinem schönen Wetter war toll, aber auch der Sonntag trotz trüben Wetters gut. Einfach schön, dass wir so viele Besucher aus der Region begrüßten durften.“ -voko-

 
 

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