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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Mai 2017

Messe: Erwartungen deutlich übertroffen

LIFTING: Die KMK muss bis September 2019 auf die Stadthalle (links) verzichten. Das Flaggschiff wird für 58 Millionen Euro saniert. Foto: Fränkle

LIFTING: Die KMK muss bis September 2019 auf die Stadthalle (links) verzichten. Das Flaggschiff wird für 58 Millionen Euro saniert. Foto: Fränkle

 

Geschäftsergebnis der KMK war 2016 besser als Planwert / Hohe Umwegrentabilität

Die Zahlen für 2016 spiegeln auch eindrucksvoll die insgesamt positive Entwicklung der Karlsruher Messe und Kongress GmbH (KMK) wider. Das Ergebnis des operativen Geschäfts von 7,5 Millionen Euro lag um 1,9 Millionen Euro höher als der Ansatz im Wirtschaftsplan.

Damit erreichte die KMK im Jahr 2016 das „beste operative Ergebnis, das die Gesellschaft jemals erzielte“,  unterstrich die KMK-Aufsichtsratsvorsitzende Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz am Montag bei der Vorstellung der Jahresbilanz. Als „tolles Resultat“ bezeichnete Luczak-Schwarz vor den Medien vor allem auch „die erfreuende Nachricht“, dass der Umsatz in Höhe von 30,6 Millionen Euro um 3,5 Millionen Euro höher lag als im Ansatz. Die Erlöse sind damit im Vergleich zum Rekordjahr 2015 zwar um 600.000 Euro zurückgegangen, doch insgesamt ist der Umsatz seit 2009 um 82 Prozent gestiegen. Luczak-Schwarz: „Das entspricht einem jährlichen Zuwachs von durchschnittlich 9,1 Prozent.“

KMK-Geschäftsführerin Britta Wirtz sieht im „Weg, werthaltige Veranstaltungen grundsätzlich zu bevorzugen“ einen entscheidenden Faktor des Erfolgs: „Das Thema Wertschöpfung wird bei uns großgeschrieben.“ Dazu gehören neben der organischen Erweiterung des Portfolios eigener Messen die Akquise wertiger Veranstaltungen mit hohen Serviceumsätzen, die gefestigte Akzeptanz des Messegeländes sowie die langfristige Bindung von Kunden an den Standort. Der konsequente Einsatz dieser Instrumente führte auch dazu, dass die KMK ihren Jahresfehlbetrag mit dem Ergebnis von minus 10,2 Millionen Euro um 1,2 Millionen Euro gegenüber 2015 verringern konnte. Wirtz ist davon überzeugt, dass sich durch diese Stärken Veranstaltungen wieder gewinnen lassen, die wegen der Modernisierung der Stadthalle abwandern. Der Magnet am Festplatz ist von Juli 2017 bis September 2019 geschlossen.

Bei der Pressekonferenz legte die KMK auch eine Untersuchung zur Umwegrentabilität vor, also zu den finanziellen und wirtschaftlichen Effekten ihrer Veranstaltungen in der Region. Nach dem von der Wiesbadener ecostra-GmbH erstellten Gutachten hatten Besucher, Aussteller und die KMK selbst im Jahr 2015 in Stadt und Region insgesamt 151 Millionen Euro ausgegeben. Damit seien, so ecostra-Geschäftsführer Dr. Johannes Will, „direkt oder indirekt 2387 Arbeitsplätze finanziert worden“. Das meiste Geld davon floss in Hotellerie (40 Millionen Euro), Gastronomie (33 Millionen Euro) und Einzelhandel (24 Millionen Euro). -trö-

 
 

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