Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Mai 2017

Stimmen aus dem Gemeinderat: SPD: Flächennutzungsplan 2030 - Schwierige Gratwanderung

Parsa Marvi, Vorsitzender SPD-Fraktion

Parsa Marvi, Vorsitzender SPD-Fraktion

 

In den letzten Monaten hat sich die SPD-Fraktion gewissenhaft mit dem Flächennutzungsplan auseinandergesetzt. Das bedeutete auch zunächst eine Abwägung und gründliche Prüfung potentieller Flächen und nicht deren frühen Ausschluss aus dem Prüfszenario.

Der Umstand knapper Flächen wird die wachsende und prosperierende Stadt Karlsruhe noch viele Jahre beschäftigen. Der Gemeinderat und die Stadtverwaltung müssen ihrer Verantwortung gerecht werden, einerseits für bezahlbaren Wohnraum zu sorgen und andererseits für eine umweltbewusste Stadtentwicklung einzutreten. Dafür gibt es keine einfachen Lösungen.

Für die SPD-Fraktion haben diese öffentlich intensiv diskutierten Kleingartenanlagen einen hohen Stellenwert. Sie tragen zur Klimaregulierung bei, liegen in Frischluftschneisen und dienen der Naherholung. Für ihre Besitzer sind sie ein Stück Lebenswert und Lebensinhalt, mit dem viele persönliche Erinnerungen verbunden sind. Davon haben wir uns bei Gesprächen mit dem Kleingärtnerverband aber auch vor Ort beim Besuch einer Kleingartenanlage überzeugen können. Schlussendlich haben wir deshalb in der letzten Gemeinderatssitzung der Verwaltungsvorlage zugestimmt, diese Areale nicht weiter im Rahmen des Flächennutzungsplanes 2030 für die Prüfkulisse Wohnen zu berücksichtigen.

Mit dieser Entscheidung für eine Prüfkulisse, die größenmäßig weit hinter der erwarteten Flächenausweisung liegt, heißt es nun trotz allem, selbstbewusst in die weitere Verhandlung mit dem Nachbarschaftsverband einzusteigen.

Frühzeitig alle Akteure einbeziehen

Mit der Einrichtung eines Kleingartenbeirats möchte die SPD-Fraktion ein Gremium ins Leben rufen, das für die Zukunft einen dauerhaften und frühzeitigen Austausch zwischen der Stadt und den Kleingärtnervertretungen sicherstellt. Die jüngste Diskussion über die Prüfkulisse des FNP 2030 hat uns gezeigt, dass eine permanente Kommunikation zwischen den Betroffenen notwendig geworden ist.

Mit einem Kleingartenbeirat, der für die Erstellung und Fortschreibung eines Kleingartenentwicklungsplans zuständig ist, kann dem Mitspracherecht der Kleingärtner Rechnung getragen werden. Außerdem können in diesem Gremium moderne und wichtige Themen wie Urban Gardening und die Weiterentwicklung im Natur- und Klimaschutz behandelt werden.

Parsa Marvi
Vorsitzender SPD-Fraktion

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe