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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Januar 2017

Neujahrsempfang 2017 der IHK: „Gute Heimat für die regionale Wirtschaft“

PIONIERE UND AKTEURE. Mengele, Lockemann, Rotert, Pferdt, Mentrup, Lanza, Fritz, Grenke (v.l.n.r.). Foto: MMG

PIONIERE UND AKTEURE. Mengele, Lockemann, Rotert, Pferdt, Mentrup, Lanza, Fritz, Grenke (v.l.n.r.). Foto: MMG

 

Grenke: Globalisierung und Digitalisierung als Chance

Hunderte bunte Papierflieger erfüllten den Luftraum des Brahmssaals beim Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe (IHK) und hatten Ideen und Visionen ihrer Absender an Bord.

Für Google-Manager Frederik G. Pferdt, „Innovation Evangelist“ des weltumspannenden Internetdienstleisters aus dem Silicon Valley, trug jedes dieser von den Teilnehmenden selbst gefalteten Fluggeräte den „Beginn etwas Großen“ in sich.

Der IHK-Neujahrsempfang 2017 war in mancher Beziehung etwas anders – wenn auch das Leitthema „Digitalisierung“ nicht zum ersten Mal auf der Agenda stand, wie IHK-Präsident Wolfgang Grenke eingangs betonte. Erstmals konnten sich die über 1200 Gäste aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens interaktiv in das Geschehen einbringen, per Smartphone Fragen stellen und auch an jedem Ort den Livestream verfolgen.

Globalisierung und Digitalisierung als Chancen gerade für die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) begreifen und die neuen Möglichkeiten beherzt nutzen, das war ein Grundtenor in Grenkes Rede. Dass die TRK mit ihren Hochschulen und Forschungseinrichtungen, den gut ausgebildeten Absolventinnen und Absolventen, den Netzwerken und der Dichte der leistungsfähigen, mittelständisch strukturierten Unternehmenslandschaft dafür bestens aufgestellt ist, daran ließ Grenke keine Zweifel aufkommen.

„Uns leitet nicht Angst, uns leiten Hoffnung und Zuversicht“, gab sich der IHK-Präsident betont optimistisch. Grenke unterstrich, dass die Region sich nicht verstecken dürfe, sondern international neue Märkte eröffnen und sich der starken Konkurrenz entgegenstellen müsse. Fakt sei, in der TRK werde „jeder zweite Euro im Auslandsgeschäft verdient“. Und weil die „digitale Wirtschaft“ keine Grenzen kenne, verstehe sich die IHK auch als ein „Transmissionsriemen, der die Digitalisierung in den Mittelstand bringt“. Die wirtschaftliche Zukunft liege in der Zusammenarbeit auf großen Plattformen, Stichwort: „Sharing Economy“ so Grenke.

In einem Zeitzeugengespräch unter Moderation von IHK-Hauptgeschäftsführer Professor Hans-Peter Mengele erinnerten Professor Michael Rotert an den Empfang der ersten E-Mail Deutschlands 1984 am heutigen KIT und Professor Peter Lockemann, Mitbegründer der Informatik in Karlsruhe, zog Vergleiche zwischen Silicon Valley und der Region. In einer zweiten Talk-Runde hatten Akteure von heute das Wort: Horst Fritz, dessen Unternehmen „Fritz Automation“ für Industrie 4.0 steht und in dem in Forbach im Schwarzwald „duchdigitalisierte Maschinen“ gebaut werden. Bei Professor Gisela Lanza, Leiterin des Instituts für Produktionssysteme am KIT, lernen Studierende in einer Lernfabrik, was „globale Produktion“ in der Praxis bedeutet.

Mit Blick auf die Heimattage Baden-Württemberg 2017 in Karlsruhe lautete das Fazit von IHK-Präsident Wolfgang Grenke: „Karlsruhe ist eine gute Heimat für die regionale Wirtschaft.“ bw

 
 

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