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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Mai 2017

Kultur: „Saumäßig“ spannende Kulturnacht

LICHTKUNST VOM FEINSTEN erleuchtet zum dritten Mal bei „Schwein gehabt“ das Schlachthofgelände. Zehn Gewinnerarbeiten des Wettbewerbs gilt es zu entdecken. Foto: Bastian

LICHTKUNST VOM FEINSTEN erleuchtet zum dritten Mal bei „Schwein gehabt“ das Schlachthofgelände. Zehn Gewinnerarbeiten des Wettbewerbs gilt es zu entdecken. Foto: Bastian

 

„Schwein gehabt“: Vierte Kreativschau auf dem Alten Schlachthof / Lichtkunst

Das kann eine lange Nacht werden, und wer dabei ist, hat mal wieder „Schwein gehabt“. Ein „schönes, kreatives Chaos“ erwartet Tollhaus-Geschäftsführer Bernd Belschner von der Veranstaltung, die der Verein „ausgeschlachtet“ am Samstag, 20. Mai, mit Unterstützung des städtischen Kulturamts und der Fächer GmbH zum vierten Mal im Alten Schlachthof schultert.

Seit zehn Jahren hat das Tierschlachten im Karlsruher Osten ein Ende. Auf dem Konversionsgelände haben sich zwischenzeitlich neben Veranstaltern wie Tollhaus, Substage und Alte Hackerei mehr als 70 kreative Köpfe und Betriebe angesiedelt, die fast alle ihren Teil zum Festival beitragen. Erwartet werden von 18 Uhr bis 3 Uhr nachts rund 6000 Menschen. Mit einem Button zu acht Euro sind für sie damit sämtliche Veranstaltungsorte zugänglich - soweit der Platz reicht.

Die Auswahl ist „saumäßig“ groß. Man kann sich bei Modeschauen von lässiger Streetwear inspirieren lassen, bei Filmemachern hinter die Kulissen blicken, sich beim Spuktheater gruseln, Poetry Slam zu Menschenrechten hören, Kunstausstellungen, Performances, Konzerte und Mitmachangebote erleben. Neben Karlsruher Bands wie den Ensembles des Perkussionisten Pedro Weiss, der Weltmusikformation Chupchick oder Anything Goes machen auch internationale Gäste Station. So im Substage der britische Songwriter Roo Panes und die Neosouler Rhonda oder die Swing-Chanson-Punks Les Yeux d'la Tête und Aki Kaurismäkis finnische Lieblingskapelle Marko Haavisto & Poutahaukat im Tollhaus. Was wann wo stattfindet, findet sich im handlichen Flyer, im Internet unter www.schweingehabt-karlsruhe.de oder in dem vom Atelier Remise liebevoll gestalteten und illustrierten Programmbuch.

Dunkel und düster wie bei der Premiere von „Schwein gehabt“ ist es auf dem Gelände längst nicht mehr. Im Gegenteil, so Organisatorin Antje Bessau, mittlerweile seien unbeleuchtete Ecken eine Rarität. Auch dank des Lichtkunstwettbewerbs, der sich - anfangs aus der Not geboren - etabliert habe. Zum dritten Mal sorgen zehn Gewinnerarbeiten des Wettbewerbs sowie die LICHTung „Breaking ground“ für eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre. Die Bandbreite der Beiträge reicht von Raumklanginstallationen aus illuminierten Glasobjekten über minimalistische Objekte wie das der leuchtenden Strickleiter an der Substage-Fassade. -maf-

 
 

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