Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Mai 2017

TechnologieRegion: Karlsruhe moves the world

Eröffnungstag des Global Public Transport Summit des Internationalen Verbands für öffentliches Verkehrswesen (UITP) in Montreal, Kanada (15. Mai): UITP-Präsident Masaki Ogata (l.) und OB Mentrup (r.) Foto: KMK

Eröffnungstag des Global Public Transport Summit des Internationalen Verbands für öffentliches Verkehrswesen (UITP) in Montreal, Kanada (15. Mai): UITP-Präsident Masaki Ogata (l.) und OB Mentrup (r.) Foto: KMK

 

TRK zeigt Mobilitätskompetenz auf Weltmesse in Montreal

Vom 15. bis 17. Mai fand in Montreal (Kanada) die Weltmesse der Verkehrsbetriebe statt, der Global Public Transport Summit des Internationalen Verbands für öffentliches Verkehrswesen (UITP). Zentrale Themen waren unter anderem Urbanisierung, Reduktion von Emissionen und Digitalisierung.

Insgesamt 280 Aussteller aus 40 Ländern zeigen auf rund 30.000 Quadrat­metern die neuesten Produkte und Entwicklungen rund um den öffentlichen Personennahverkehr und rund 2.250 Teilnehmer aus 80 Ländern nutzen die Gelegenheit, sich im Rahmen des angeschlossenen Kongresses über Themen, Herausforderungen und Lösungen für die Mobilität der Zukunft zu informieren.

Auch die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) präsentiert sich bei diesem weltweit größten Event in Sachen öffentlicher Personennahverkehr: mit einem Gemeinschaftsstand sowie – als einzige Region – mit einer eigenen Vortrags-Session im Rahmen des Kongresses. Stand und Session stießen sowohl bei den Spitzen des UITP als auch bei den Besuchern auf großes Interesse. Zur Fachdelegation, die unter Leitung von Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup die Stärken der TRK in Montreal vorstellt, gehören Vertreter von PTV Group, INIT, Karlsruher Verkehrsbetrieben (KVV), Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK), TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH, FZI Forschungszentrum Informatik, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Hochschule Karlsruhe –Technik und Wirtschaft sowie der IHK Karlsruhe.

Großes Interesse an Karlsruhe in Australien und Dubai

„Lösungen für eine nachhaltige, sichere und komfortable Mobilität zu finden, gehört zu den wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Und die TechnologieRegion Karlsruhe zählt durch ihre innovativen Forschungseinrichtungen und Unter­­nehmen zu einem der europaweit stärksten Standorte auf diesem Gebiet. Dies wollen wir in Montreal zeigen - und auch Partner finden, um den öffentlichen Verkehr gemeinsam leistungsfähiger und bedarfsgerechter machen. Denn auf dem Transport Summit kommen die Firmen und Institutionen zusammen, die die Entwicklung der urbanen Mobilität in den nächsten Jahren entscheidend beeinflussen und vorantreiben werden,“ zieht der TRK-Vorsitzende Dr. Frank Mentrup eine positive Bilanz des Aufenthalts in Kanada. Die internationale Bühne des Summit bietet zudem Gelegenheit, die EU-Themen­partnerschaft „Urbane Mobilität“ bekannter zu machen: Unter der Leitung von Karlsruhe und der Tschechischen Republik erarbeiten 20 europäische Partner Vorschläge für eine bessere Gesetzgebung, eine bessere Förderpolitik und einen stärkeren Wissensaustausch in Sachen städtischer Mobilität.

Großes Interesse an der Karlsruher Mobilitätskompetenz zeigten in Montreal unter anderem Meghan Fitzharris (Ministerin für Verkehr und städtische Dienstleistungen der Regierung des Australischen Hauptstadtterritoriums, Canberra) und ein hochrangiger Vertreter der Verkehrsbehörde Dubai (Road and Transport Authority). Mit ihnen traf sich Dr. Mentrup im Rahmen des Transport Summit zu Arbeitsgesprächen. Das Emirat Dubai interessiert sich für die technologische Kompetenz in Karlsruhe und überlegt, die Beziehungen auszubauen.

"Die TechnologieRegion Karlsruhe ist ein internationaler Mobilitäts-Hotspot. Das konnten wir in Montreal einem internationalen Fachpublikum präsentieren. Mit der IT-Trans werden wir diesen Weg vom 6. bis 8. März 2018 konsequent fortsetzen. Damit wird deutlich: Mobilität ist ein strategisches Aufgabenfeld der TRK, das wir mit der Unterstützung und Kompetenz unserer Partner weiter ausbauen werden", so TRK-Geschäftsführer Jochen Ehlgötz.

Wissenschaft und Wirtschaft Hand in Hand

Und Dr. Alexander Pischon, KVV-Geschäftsführer, betont: "Die Zusammenarbeit mit den Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft ist für uns eine Riesenchance, uns den neuen Herausforderungen auf dem Mobilitätssektor zu stellen. Wir müssen schauen, dass wir im ÖPNV als traditionell aufgestellte Betreiber die Entwicklung nicht verschlafen."

"Es ist gut, dass wir uns im Kreislauf aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung austauschen. Jeder Bereich hat seine Stärken. Die Wissenschaft kann sich Zeit nehmen für komplexe Forschungsaufgaben. Die Wirtschaft hat die Kraft, solche Ideen schnell auf die Straße zu bringen", sagt Prof. Peter Vortisch, Leiter des Instituts für Verkehrswesen am KIT.

Dr. Jürgen Greschner, Vorstandsmitglied von INIT, unterstreicht: "Karlsruhe ist für eine Technologiefirma wie INIT ein perfekter Standort. Als Spinoff der damaligen Universität Karlsruhe arbeiten wir auch heute noch intensiv mit dem KIT und weiteren Bildungseinrichtungen zusammen. Bei uns sind mehr als 20 bis 30 Studenten im Rahmen von Jobs oder ihrer Bachelor- bzw. Masterthesis beschäftigt. Dieser kontinuierliche Fluss an gut ausgebildeten neuen Mitarbeitern ist für internationale Unternehmen wie INIT ein wesentlicher Standortvorteil."

"Wir sind froh über die große Aufmerksamkeit, die die IT-Trans hier bekommt", stellt KMK-Geschäftsführerin Britta Wirtz heraus.

Größtes Tram-Train-System und Imagefilm

Am Summit-Gemeinschaftsstand der TRK, für den die KMK verantwortlich zeichnet, präsentieren sich: Profilregion Mobilitätssysteme Karlsruhe, Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg, Karlsruher Verkehrsbetriebe, Karlsruhe TransportTechnologie-Consult und die Messe IT-TRANS.

Bei der Vortrags-Session in Montreal am Dienstag, 16. Mai, unter Vorsitz von IHK-Außenwirtschaftsvorsitzendem Robert W. Huber informierten sich rund 150 Teilnehmer über das Karlsruher Modell (größtes „Tram-Train-System“ in Europa), Mobilitätsforschung am Karlsruher Institut für Technologie (mit sieben Schwerpunkten, 35 Instituten und 800 beteiligten Wissenschaftlern), das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg, das unter Leitung des FZI in Karlsruhe und der Region bis Bruchsal und Heilbronn aufgebaut wird, sowie über die Karlsruher Unternehmen INIT und PTV Group, die Software für Verkehrsunternehmen herstellen - beide mit jeweils rund 700 Angestellten weltweit.

Ein speziell für den Transport Summit konzipierter Imagefilm ("Karlsruhe moves the world") zeigt wichtige Akteure der Mobilitätsregion Karlsruhe im Kurzportrait: Karlsruher Institut für Technologie, Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft und FZI Forschungszentrum Informatik sowie Karlsruher Verkehrsbetriebe, INIT und TransportTechnologie-Consult Karlsruhe. Zu sehen sind die bewegten Bilder mit englischem Text, die in Montreal Premiere hatten, auch auf technologieregion-karlsruhe.de/presse/trk-videos.html.

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe