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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Mai 2017

Fahrradklimatest: Karlsruhe erradelt erneut Platz zwei

SPITZENREITER: Karlsruhe ist besonders fahrradfreundlich. Bürgermeister Stapf nahm die Auszeichnung von Ferlemann (links) und Syberg (rechts) entgegen. Foto: ADFC/Deckba

SPITZENREITER: Karlsruhe ist besonders fahrradfreundlich. Bürgermeister Stapf nahm die Auszeichnung von Ferlemann (links) und Syberg (rechts) entgegen. Foto: ADFC/Deckba

 

Auszeichnung im ADFC-Fahrradklimatest in Berlin / Mit Mischung aus systematischer Förderung, Infrastruktur und Kommunikation gepunktet

Karlsruhe hat seinen Ruf als fahrradfreundliche Stadt erfolgreich verteidigt. Im bundesweiten Fahrradklimatest des ADFC für das Jahr 2016 belegt die Heimatstadt des Laufraderfinders Drais in der Kategorie der Großstädte mit mehr als 200.000 Einwohnern erneut Platz zwei.

Im Vergleich zu 2014 gab es bei allen Fragestellungen kaum Veränderungen bei der alten und neuen Fahrradhauptstadt Süddeutschlands (Gesamtbewertung 2016: 3,09; 2014: 3,2). Münster belegt bundesweit nach wie vor den ersten Platz bei starker Verschlechterung der eigenen Gesamtbewertung (3,07). Mit 3,28 folgt Freiburg wie gehabt auf Platz drei.

In Berlin nahm Bürgermeister Klaus Stapf am vergangenen Freitag im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Auszeichnung für Karlsruhe aus den Händen von ADFC-Bundesvorsitzendem Ulrich Syberg und BMVI-Staatssekretär Enak Ferlemann entgegen.

„Konkurrenz belebt das Geschäft – so ist es auch in der Radverkehrsförderung. Der Fahrradklima-Test kann hier gleichermaßen Ansporn und Bestätigung sein“, betonte Ferlemann. Karlsruhe setze auf eine gute Mischung aus systematischer Radverkehrsförderung mit messbaren Zielen, einem flächendeckenden Radwegenetz und Kommunikation, etwa über die Kampagne „Tu‘s aus Liebe“ zur Förderung eines besseren Verkehrsklimas.

„Die Auszeichnung ist für die Stadt ein wichtiges Stimmungsbild der Nutzerinnen und Nutzer und zeigt, dass unser Engagement im Radalltag wahrgenommen wird. Das erneut hervorragende Abschneiden bei diesem Zufriedenheits-Test der Radfahrer bestätigt uns, dass wir für das Verkehrsmittel Rad an den richtigen Stellschrauben drehen“, kommentierte Bürgermeister Stapf erfreut.

Die ADFC-Umfrage fand zum siebten Mal statt. Mitmachen konnten konsequente Allwetterradler ebenso wie solche, die nur gelegentlich ihren Drahtesel aus dem Keller holen. Mehr als 120.000 Bürger haben die Situation für Radfahrer in 539 Städten bewertet. Mit 1.384 Karlsruhern (2014: 905), die über 27 Fragen ihre Meinung zum Kundenbarometer beigetragen haben, gehört Karlsruhe zu den aktivsten Städten im Fahrradklimatest. Die Auswertung belegt, dass dies auch der städtischen Radförderung bescheinigt wird. Weitere Infos: www.fahrradklima-test.de.

Warum radelt man gut in Karlsruhe?

Positiv bewertet wurde beim ADFC-Fahrradklimatest 2016 die gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums. Auch schätzen die Radfahrer, dass viele Einbahnstraßen für sie geöffnet wurden. Und das gute Angebot öffentlicher Leihräder via Fächerrad wurde bei den Stärken ebenso hervorgehoben. Im Vergleich zu ähnlichen Städten finden Radler besonders breite (Rad-)Wege bei guter Oberfläche vor. Auch durch die Werbung für das Radfahren zeige die Stadt ihre Fahrradfreundlichkeit.

Bei den Schwächen wurden in der Umfrage insbesondere die häufigen Fahrraddiebstähle und die seltenen Falschparkerkontrollen auf Radwegen genannt. Auch die Karlsruher Baustellensituation wurde negativ angeführt und als geboten angemahnt, Radfahrende bei der Verkehrsführung an Baustellen vorbei nicht zu vergessen. -rie-

 
 

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