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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Mai 2017

Waldzentrum: Wald ist auch Heimat

HINGUCKER: Eule „Gorbi“ (drei Jahre alt) von Falkner Pierre Kuhlmann wurde von den Kindern bestaunt. Ihre markanten Augen zogen aber auch Erwachsene beim Waldtag in den Bann. Foto: Knopf

HINGUCKER: Eule „Gorbi“ (drei Jahre alt) von Falkner Pierre Kuhlmann wurde von den Kindern bestaunt. Ihre markanten Augen zogen aber auch Erwachsene beim Waldtag in den Bann. Foto: Knopf

 

„Tag der offenen Tür“ im Waldzentrum mit vielen Aktionen

Bei schönstem Sommerwetter öffneten Waldzentrum und Waldklassenzimmer vergangenen Sonntag traditionell ihre Pforten für die Öffentlichkeit. Dieses Mal stand der „Tag der offenen Tür“ unter dem Motto „Waldheimat – Heimatwald“ – angelehnt an die Heimattage Baden-Württemberg, die zurzeit in Karlsruhe über die Bühne gehen.

Dem Publikum, darunter viele Familien mit Kindern, wurde ein äußerst vielfältiges Bild des Forsts mit Mitmachangeboten und Workshops geboten. Stände, etwa vom Nationalpark Nordschwarzwald, von NABU, Schwarzwaldverein, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, informierten über die jeweiligen Aktivitäten. Angetan vom breiten Spektrum war Bürgermeister Klaus Stapf: „Unser Wald ist Heimat vieler Arten und zugleich Naherholungsgebiet für die Menschen aus der Stadt. Er schafft eine gute Verbindung zur grünen Stadt Karlsruhe. Natur- und Klimaschutz gehen hier Hand in Hand.“ Bei einem Rundgang stellte Forstamtsleiter Ulrich Kienzler unter anderem eine neue Kletterwand vor – von der Jugendorganisation des Rotary Clubs Karlsruhe-Albtal finanziert, mit unbegleiteten Flüchtlingen errichtet. „Unsere Intention ist es, die Menschen mit vielen Aktionen für den Karlsruher Wald zu sensibilisieren“, erläuterte Kienzler.

Derweil stellten die Auszubildenden des Forstamts ihr Berufsbild dar. „Der Umweltaspekt ist uns wichtig, schließlich brauchen wir einen nachhaltigen Wald“, betonten die angehenden Forstwirte Dennis und Christian unisono. Unterdessen bearbeitete der Nachwuchs in der Schnitzwerkstatt eifrig Holzscheite, während beim Waldmobil ein Kräuterparfüm hergestellt wurde. Tannenzweige wurden gemörsert und später mit Wasser in Apothekerflaschen geträufelt. „Das riecht nach Weihnachten und Orange“, freute sich Ronja (9). Waldökologin Stephanie Bauer baute mit den Kindern Hütten, um so auch die Feinmotorik zu schulen. Heimlicher Star des „Waldtags“ war jedoch Eule Gorbi. Pierre Kuhlmann (Falknerei Karlsruhe) erklärte den staunenden Kindern, dass eine Eule bis zu 60 Jahre alt werden und ihren Kopf um 270 Grad drehen kann. Die Menschen schauten sich nach und nach ausgesprochen gerne um. -voko-

 
 

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