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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Juni 2017

Gemeinderat: Stadionbau trotz Abstieg

Mehrheit gegen Abspecken oder Strecken beim Neubau

„Wir wollen Verein und Stadt vor finanziellem Schaden bewahren“, begründete Ekkehard Hodapp den Antrag der GRÜNE-Fraktion, den Neubau des Wildparkstadions auf das Notwendige zu reduzieren. Nach dem KSC-Abstieg solle zunächst nur die Gegentribüne neu gebaut werden, die Haupttribüne erst bei einem Wiederaufstieg, die Maßnahmen zur Infrastruktur sollten auf das Unabdingbare reduziert werden.

Gegen „besseres Wissen Sand in die Augen der Bürger gestreut“, sah Sven Maier (CDU) mit dem Antrag, und riet, das nach langjähriger Vorbereitung zwischen Stadt und KSC abgestimmte Vorgehen weiter laufen zu lassen. „Ein Wildparkstadion light kostet viel und spielt nichts ein“, sah der SPD-Fraktionsvorsitzende Parsa Marvi in dem „temporären Abstieg“ keinen Grund von den gefassten Beschlüssen abzuweichen.

Die KULT-Fraktion trage diese Beschlüsse mit, auch wenn sie wenig Vertrauen in den KSC habe, führte Max Braun (KULT) aus, während Thomas H. Hock (FDP) in einem „kleinen Umbau, der auch schon 70 Millionen kostet“ keine Lösung sieht, um dem KSC „den Weg nach oben“ zu bereiten. „Die schwarze Null ist unwahrscheinlicher geworden“, zeigte Marc Bernhard (AfD) Verständnis für den Grünen-Antrag wogegen Friedemann Kalmbach (GfK) darin keine praktikables Vorgehen erkannte und wie Jürgen Wenzel (FW) zum Neubau-Beschluss stand.

„Ein bisschen Bauen geht nicht“, zeigte OB Mentrup auf, dass ein Strecken nicht dem Ausschreibungs- und Vergabeverfahren entspreche und zu einer rechtlich schwierigen Situation führe. Die 3.Liga liege im „Vertrauenskorridor“ des mehrheitlich verabschiedeten Refinanzierungsmodells, das ohne Steuergelder funktioniere. Weil nur Fremdmittel zurückzuführen sind, fehle das Geld nicht an anderen Stellen in der Stadt.

Auf Drängen der Grünen-Fraktion sicherte der OB dennoch zu, die weitere Debatte zunächst im Betriebsausschuss „Eigenbetrieb“ weiterzuführen. Ein Antrag der LINKE-Fraktion, das alte Stadion nur für die 3.Liga zu ertüchtigen und einen Bürgerentscheid zu einem Neubau durchzuführen, wurde mit 35 Stimmen (bei 2 Ja-Stimmen und 8 Enthaltungen) abgelehnt. -fis-

 
 

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