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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Juni 2017

Gemeinderat: Südliche Waldstraße Fußgängerzone?

Planungsausschuss soll weiter beraten / Für und Wider prallte in Gemeinderatsdebatte aufeinander / Untersuchungen angeregt

Ob die Südliche Waldstraße nur noch für Rad- und Fußverkehr zugelassen wird, darüber soll der Planungsausschuss diskutieren, schlug OB Dr. Frank Mentrup nach einer kontroversen Debatte vor.

SPD und GRÜNE hatten beantragt, die Fußgängerzone zu erweitern und mit der eigentlich sehr attraktiven, aber  trotz einseitigen Halteverbots oft auf beiden Seiten zugeparkten Südlichen Waldstraße anzufangen. Dort sollte der Radverkehr frei und Autos nur zu bestimmten Zeiten zum Be- und Entladen Zufahrt haben.  Der Verein  Interessengemeinschaft Südliche Waldstraße hatte sich gegen eine Umwidmung als Fußgängerzone ausgesprochen, woran sich die Verwaltung anschloss.

Laut Johannes Honné (GRÜNE)  „schreit die Straße, in der viele zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs sind, jedoch danach“. Die Geschäfte würden so auch besser angenommen. Einziges Problem: Die Anwohner könnten dort nicht mehr parken, wünschenswert seien mehr Radparkplätze. Der Weg in der Mitte gehöre im Übrigen zur Rad-Cityroute-Süd. Das Autoparkverbot durchsetzen habe bisher nicht funktioniert. Fußgänger würden von den Radlern „schier umgefahren“, wandte sich Jan Döring (CDU) ebenso wie Lüppo Cramer (Kult) gegen den Antrag und pochte auf Durchsetzen des Halteverbots.

Problematisch fand er  letzteres nur für die Möbelgeschäfte. „Die Grundidee einer Fußgängerzone“ befürwortete er zwar, „aber ohne Fahrrad“. Charme attestierte Michael Zeh der Straße, die er wie die Erbprinzenstraße weiterentwickeln und die Verkehrssituation nochmals untersuchen lassen wollte. Was Bürger und Nutzer wünschen, habe die Verwaltung nicht abgefragt.

„Eine Beruhigung und Neubewertung“ regte Uwe Lancier (KULT) an, aber seiner Fraktion sei „der Wunsch der Anrainer am wichtigsten und die wollten keine Änderung“. Einvernehmen mit den Beteiligten verlangte Karlheinz Jooß (FDP), das „Maß an Belastungen voll“ und lehnte ebenso ab wie Dr. Paul Schmidt (AfD). Der verlangte gegenseitige Rücksichtnahme, besonders von den Radlern. Die Straße müsse für alle Verkehrsarten offen bleiben. Zufrieden mit der Verwaltungsantwort war Jürgen Wenzel (FW) und regte Überlegungen für einen radfreien Mix an, der  Autos nicht verteufele. -cal- 

 
 

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