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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Juni 2017

Wirtschaftsförderung: Gründer setzen auf die IT-Region

CyberLabAccelerator des Cyberforums im Wirtschaftsförderungsausschuss vorgestellt

Rund 765.000 Euro hat die Stadt Karlsruhe für den Aufbau des CyberLabs als IT-Accelerator des Landes Baden-Württemberg beigesteuert. Nachdem das Land ebenfalls einen Förderbescheid über insgesamt 833.000 Euro zugestellt hat, haben sich alle Annahmen der Stadt erfüllt, stellte Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz im Wirtschaftsförderungsausschuss fest, der in der letzten Woche unter ihrem Vorsitz tagte.

Die vom HighTech.Unternehmer Netzwerk Cyberforum in der Hoepfner Burg in der Haid-und-Neu-Straße betriebene Gründerschmiede, in der Startups aus der IT- und Hightech-Branche fachlich und räumlich gefördert werden, arbeitet bereits auf Hochtouren, wie Geschäftsführer Michael Rausch dem Ausschuss erläuterte. Dabei werde eine nachhaltige Wirkung für die IT-Region erwartet, zumal nach den bisherigen Erfahrungswerten, nur geringe Abwanderungen von Startup-Unternehmen aus der Region zu erkennen seien. Um die Gründer zu halten, sei das Zusammenspiel mit der städtischen Wirtschaftsförderung notwendig, betonte Direktor Michael Kaiser.

Indien-Aktivitäten

Wie es möglich ist, vom IT-Standort Karlsruhe aus, die Fühler nach fernen Märkten auszustrecken, zeigte Nicolas Doucet, Direktor für strategische Allianzen bei der PTV Planung Transport Verkehr AG, auf. Nachdem die indische Regierung eine Smart-City-Initiative ausgerufen hatte und die Karlsruher Spezialisten für Verkehrslenkung erste Großaufträge an Land ziehen konnten, entdeckte PTV für sich einen riesigen Markt mit gigantischem Nachholbedarf. Für den Einstieg seien offizielle Delegationsreisen und die Unterstützung der Wirtschaftsförderung im administrativen Bereich sehr hilfreich gewesen und auch weiterhin notwendig. So gebe es Überlegungen, eine PTV-Tochterfirma in Indien zu gründen, die weiterer Begleitung bedürfe. „Die ersten Früchte, die langsam wachsen“, erkannte der Wirtschaftsförderungsausschuss am Beispiel der PTV AG Erfolge bei den langjährigen Indien-Aktivitäten Karlsruhes und dem Bemühen sich als international wahrgenommene Marke zu positionieren.

Unternehmen erweitern

Seine Zustimmung gab der Wirtschaftsförderungsausschuss zu einer Reihe von Grundstücksgeschäften. So wird unter anderem in der Augustenburgstraße eine 2.026 Quadratmeter große Fläche an eine Baugesellschaft verkauft, im Gewerbegebiet Killisfeld ein 1168 Quadratmeter großes Grundstück an ein bereits ansässiges Elektrounternehmen veräußert und in der Carl-Metz-Straße gehen ebenfalls rund 2.000 Quadratmeter als Erweiterungsfläche an ein dortiges Unternehmen über. –fis-

 
 

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