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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Juni 2017

Kultur: Eintritt verwehrt

AUFRÜTTELN soll die Installation „Kein Haus für alle“. Foto: Fränkle

AUFRÜTTELN soll die Installation „Kein Haus für alle“. Foto: Fränkle

 

„Kein Haus für alle“ vor dem Karlsruher Schloss

Wer ein Haus hat, ist angekommen. Wer sein Haus verlassen muss, verliert Orientierung und Identität, fühlt sich schutz- und heimatlos. „Kein Haus für alle“ betiteln die Künstlerinnen Bernadette Hörder und Ulrike Israel die Installation aus Gerüstteilen vor dem Karlsruher Schloss.

Ein fünf Meter hohes Haus – und ein abweisend-unwirtliches. Es hat weder Fenster noch Türen, seine Wände sind mit rot-weißen Absperrbändern verkleidet. Über Monate hinweg haben sich die Initiatorinnen vom „KunstUnternehmen Karlsruhe“, geflüchtete Menschen und engagierte Karlsruherinnen und Karlsruher im Gemeindezentrum der evangelischen Stadtkirche getroffen, Deutsch gelernt, gekocht, gesprochen und die Skulptur geschaffen. Gemeinsam versuchten sie, Wege für ein wirkliches Ankommen im Leben in der Fremde zu finden. Die aufrüttelnde Arbeit ist bis 23. Juli ihr Beitrag zu den baden-württembergischen Heimattagen, sie wendet sich gegen Abschottung und Abschiebung, will Passanten zum Innehalten, Nach- und Überdenken anregen. -maf-

 
 

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