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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Juni 2017

KVVH: Schwarze Null fast erreicht

DIE VERKEHRSBETRIEBE verzeichnen aktuell „eine leichte Steigerung der Fahrgastzahlen“. Voriges Jahr hat der Baustellensommer mit weniger Fahrtverbindungen für einen Rückgang gesorgt. Foto: Fränkle

DIE VERKEHRSBETRIEBE verzeichnen aktuell „eine leichte Steigerung der Fahrgastzahlen“. Voriges Jahr hat der Baustellensommer mit weniger Fahrtverbindungen für einen Rückgang gesorgt. Foto: Fränkle

 

Bilanz 2016 der Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH (KVVH) / Verbessertes Ergebnis der Stadtwerke / Geringere Verluste der Verkehrsbetriebe

Das zweite Jahr in Folge konnte die KVVH ein verbessertes Ergebnis für das Geschäftsjahr 2016 vorlegen. Bei geringeren Umsatzerlösen von 712,7 Millionen Euro (2015: 781,5 Millionen) wurde der Verlust auf 600.000 Euro (2,3 Millionen) reduziert. Für das laufende Geschäftsjahr 2017 wird ein deutlich höherer Fehlbetrag erwartet.

„Es ist uns zwar nicht vollständig gelungen, die bestehenden Ergebnisbelastungen durch die Gewinne aus der Versorgungssparte und die Erlöse aus Aktienbesitz zu kompensieren. Aber wir sind nah dran an der schwarzen Null“, war Michael Homann, Geschäftsführer und Sprecher der Unternehmensgruppe froh über die Ergebnisverbesserung, die trotz gestiegener Personalkosten für die 2531 Beschäftigten erzielt werden konnte.

Wichtige Grundlage für die Verlustreduzierung war erneut der steigende Beitrag der Stadtwerke mit einem Überschuss von 21,9 Millionen Euro (Vorjahr 19,5). Während der Absatz von Erdgas um 4,4 und von Fernwärme um 7 Prozent anstieg, ging er beim Strom um 4,3 und beim Wasser um 3,5 Prozent zurück. Die Umsatzerlöse nahmen um etwa 13 Prozent ab, vor allem durch weiter rückläufige Handelsgeschäfte. In allen anderen Sparten verbuchte das Unternehmen leicht steigende Umsatzerlöse. Das Fernwärmenetz wurde um 15 Kilometer auf in Summe 202 ausgebaut und hat sich mit einem Anteil von mehr als 21 Prozent am Wohnungswärmemarkt neben Strom und Erdgas als wichtiges Standbein der Stadtwerke etabliert.

Das Jahresergebnis der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) fiel im zweiten Jahr in Folge um 0,3 Millionen Euro besser aus als im Vorjahr und lag 2016 bei 27 Millionen Euro. Trotz leicht sinkender Fahrgastzahlen (von 107,5 auf 106,4 Millionen) konnten die Umsatzerlöse um fast 20 Millionen auf 131,3 Millionen Euro gesteigert werden. Die Investitionen verminderten sich um über 13 Millionen auf 46,5 Millionen Euro. Davon flossen mit 20,9 Millionen Euro deutlich weniger Mittel in die Beschaffung neuer Fahrzeuge, 2015 waren es 38,3 Millionen Euro. In die Streckeninfrastruktur wurden 16 Millionen Euro und damit 4,6 Millionen mehr als im Vorjahr investiert.

Bei der KASIG entwickelte sich der Baufortschritt 2016 zufriedenstellend, obwohl der Druckluftvortrieb deutlich mehr Zeit in Anspruch nahm als ursprünglich geplant, und neue Brandschutzvorschriften dazu führten, dass die gesamte Planung überarbeitet werden musste. Alle notwendigen Zuschüsse wurden termingerecht zur Verfügung gestellt. Das operative Ergebnis lag 2016 bei minus 0,9 Millionen Euro und damit auf Vorjahresniveau.

Die Verluste der Karlsruher Bädergesellschaft (KBG) sind mit einem Minus von 2,6 Millionen Euro geringfügig höher als im Vorjahr. Ein Rückgang der Besucherzahlen im Europabad auf 464.755 (Vorjahr 468.133) wird ausschließlich auf die vierwöchige Schließung des Bades zurückgeführt.

Die Rheinhäfen Karlsruhe schlugen mit 6,7 Millionen Tonnen 5,6 Prozent weniger Güter um als im Vorjahr. Grund dafür war unter anderem eine extrem lange Niedrigwasserperiode. Durch steigende Ufergeld-Einnahmen und höhere Erträge aus Vermietung und Verpachtung konnte mit einer halben Million Euro gegenüber dem Vorjahr noch ein um 300.000 Euro höherer Jahresüberschuss erwirtschaftet werden. -fis-

 
 

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