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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Juni 2017

Städtepartnerschaften: Temeswar blüht weiter auf

AUF EINER SONDERSITZUNG des Stadtrats von Temeswar blickte OB Mentrup dankbar zurück und zuversichtlich voraus. Links neben ihm Amtskollege Robu, rechts Freundeskreis-Vorsitzende Ries. Fotos: Blume

AUF EINER SONDERSITZUNG des Stadtrats von Temeswar blickte OB Mentrup dankbar zurück und zuversichtlich voraus. Links neben ihm Amtskollege Robu, rechts Freundeskreis-Vorsitzende Ries. Fotos: Blume

 

Partner seit 25 Jahren / Saubere Innenstadt mit Flair / Verkehrsleitstelle als Signal für Smart City

Wirtschaftskraft plus Potenziale mit den gemeinsamen Schwerpunkten Mobilität und IT, Flair einer neu gestalteten Innenstadt, Sicherheit und Vielfalt forcierende Verkehrspolitik: Die Entwicklung des westrumänischen Temeswar auf dem Weg zur Kulturhauptstadt Europas 2021 ist eine höchst erfreuliche und zu Karlsruhe passende, nahm die Delegation um OB Dr. Frank Mentrup mit, die jüngst zur Feier der 25 Jahre währenden Freundschaft beider Städte in das Banat gereist war.

Einen wichtigen Beitrag für die erkannte und anvisierte stetige Weiterentwicklung der Partnerschaft leisten der Gemeinderat, vertreten durch Bettina Meier-Augenstein, Michael Zeh, Istvan Pinter und Tom Høyem, die Verwaltung (neben Hauptamtsleiter Martin Wiederkehr war der stellvertretende Zoodirektor Dr. Clemens Becker dabei und verschaffte sich einen Eindruck vom dortigen jungen Zoo) sowie der von Beginn an wegweisend wirkende Freundeskreis Karlsruhe - Temeswar mit der Vorsitzenden Alexandra Ries. Alle nahmen teil an einer im Rathaus zur Würdigung des Silberhochzeitspaares abgehaltenen Sondersitzung des Stadtrats.

Stadtoberhaupt Nicolae Robu hob dabei Karlsruhes humanitäre Hilfe über Jahre, den vielschichtigen Austausch, gemeinsame Projekte, „wahre Freundschaft“ hervor. Amtskollege Mentrup betonte: „Wir haben 25 Jahre gemeinsam zur europäischen Einigung beigetragen.“ Und: „Das Schöne an Städtepartnerschaften ist: Sie sind eine Mischform offizieller und persönlicher Beziehungen – und deshalb viel direkter und schneller als es die große Politik je sein könnte.“ Im Sinne eines echten Miteinanders wünsche sich Karlsruhe neben Vielem, das bereits konstruktiv greift, ein Vertiefen der Kooperation im Gesundheitssektor mit der Victor-Babes Universität auf der einen und dem Pflegebündnis der TechnologieRegion Karlsruhe auf der anderen Seite; für dringend benötigte Fachkräfte, die dem florierenden Temeswar durchweg fehlen.

Der Fortschritt wurde auch beim Besuch der neuen Verkehrsleitstelle sichtbar. Die Einrichtung gilt als Auftakt des Strebens, Smart City zu werden, wozu Mentrup Unterstützung zusicherte. Zugleich soll der Bega-Kanal ÖPNV-Alternative mit Booten werden, Haltestellen existieren schon. Entlang des prägenden Gewässers geht der Ausbau der Radwege voran. Bemerkenswert positiv fiel insgesamt die einladend saubere Innenstadt auf. Binnen weniger Jahre saniert, tragen 14 Straßen und vier Plätze zum Gefühl eines vitalen gemeinsamen zweiten Wohnzimmers bei. Immer mehr, so die Stadt Zugriff hat, sollen die Gebäude in Form gebracht werden und historischen Charme in der Vielfalt bewahren, die eine seit Jahrhunderten multikulturell und -konfessionell funktionierende Gesellschaft ausmacht: Beispiel gebend, waren sich die Gäste aus Karlsruhe einig.
-mab-

 
 

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