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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Juni 2017

Effekte: Wissenschaft begeistert

SPASS AN MOBILITÄT UND ENERGIE: Kinder bauten kleine Solar-Autos und ließen die Flitzer um die Wette fahren. Foto: KIT

SPASS AN MOBILITÄT UND ENERGIE: Kinder bauten kleine Solar-Autos und ließen die Flitzer um die Wette fahren. Foto: KIT

EFFEKTE-DUETT: OB Mentrup (l.) und KIT-Präsident Hanselka. Foto: KIT

EFFEKTE-DUETT: OB Mentrup (l.) und KIT-Präsident Hanselka. Foto: KIT

 

Effekte-Festival eröffnet mit KIT-Tag der offenen Tür

Wie sieht es eigentlich aus, hinter den langen Zäunen des Campus Nord im Hardtwald? Normalerweise ist es nicht so einfach, auf das riesige Areal des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) bei Leopoldshafen zu kommen. Entsprechend groß waren vergangenen Samstag Neugier und Interesse.

Rund 35.000 Besucher strömten zum Tag der offenen Tür, der gleichzeitig den Auftakt bildete für das bis Sonntag dauernde Wissenschaftsfestival „Effekte“. Insgesamt 180 Besichtigungen, Experimente, Vorträge und Ausstellungen standen zur Auswahl auf dem Campus Nord, den KIT-Präsident Holger Hanselka als „ein riesiges Reallabor“ bezeichnete. Hier wird geforscht zu Energie, Mobilität, Information, Materialien und Technologien, aber auch zu Klima, Umwelt und Teilchenphysik.

Entdecken konnten Besucher etwa den Solarspeicherpark– mit einem Megawatt Leistung einer der größten seiner Art, oder den raumfüllenden Supercomputer ForHLR II am Steinbuch Centre for Computing, der auch interaktive Visualisierungen ermöglicht. Wie Wolken entstehen, ließ sich in der Aerosolkammer AIDA beobachten. Drei Stockwerke hoch ist die Vakuum-Kühlkammer, in der erforscht wird, wie Regentropfen entstehen. „Ohne Staub, keine Wolken“, brachte es Prof. Thomas Leisner auf den Punkt. Viele Blicke zogen auch die autonom fahrenden Landwirtschaftsroboter der Hochschulgruppe Kamaro-Engineering auf sich: Klein, wendig und mit Kameras aus-gerüstet können sie Pflanzen umweltschonender pflegen als Großgeräte. Winzig klein war die Darstellung, die Besucher am Institut für Mikrostrukturtechnik von sich erstellen lassen konnten. Auf einem Elektronenmikroskopbild sahen sie sich selbst in einer zehntausendfach verkleinerten Version.

Dass wir die Wissenschaft brauchen, wenn wir die Welt verstehen und die Lebensbedingungen für möglichst viele Menschen verbessern wollen, betonte auch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. „Denn der Dialog von freier Forschung und aufgeklärter Gesellschaft ist essentiell für die Demokratie“, so das Stadtoberhaupt. -res-

 
 

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