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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Juni 2017

Erweiterung Anne-Frank-Schule: Entscheidung mit zwei Zweiten

Hauptkörper vor Um-/Neubau

Kommen zwei Sportler gemeinsam ins Ziel, gibt es zwei Sieger und einen Dritten. Zwei zweite Plätze vergab das Preisgericht, das über die Wettbewerbsentwürfe zur Erweiterung der Oberreuter Anne-Frank-Schule zu befinden hatte.

Das Stuttgarter Büro Wulf Architekten sowie Michael Weindel & Junior Architekten (Waldbronn) haben die Nase vorn. „So entscheiden wir sehr selten und ungern“, betonte Bürgermeister Michael Obert Montag zum Entscheid. „In der Debatte lief es auf die beiden hinaus. Beide werfen aber auch Fragen auf“, seien gegenwärtig gleichberechtigt und verkörperten „die Extreme dessen, was sich machen lässt“.

In jedem Fall hat die Grund- und Gemeinschaftsschule klaren Raummehrbedarf, der wachsende Ganztagsbetrieb des Gemeinschaftszweigs erfordert eine eigene Mensa. Ein Ganztagsbereich für die Grundschule wurde 2015 errichtet. Die vier baufälligen Pavillons (1966) sollen weichen, beim Hauptgebäude (1968) konnten die Wettbewerber für Um- oder Neubau plädieren. Der Wulf-Entwurf „zeigt in sehr konsequenter Weise auf, dass es möglich ist, das komplette Raumprogramm in den Grenzen des Bestandsgebäudes umzusetzen“, konstatiert das Preisgericht, sieht etwa Mensa- und Treppenlösung kritisch.

Das Weindel-Konzept setzt auf verlagerten Neubau. Der ermögliche laut Fazit einen Bauablauf fast ohne Interimslösung. Entwicklungspotenzial sei positiv, Defizite werden in Gestalt von Foyer und Erdgeschoss angemerkt. Nun entscheidet das ohnehin obligatorische Verhandlungsverfahren, welches Büro letztlich beauftragt wird. Bei nachrangiger Berücksichtigung der Plätze drei und vier (Broghammer Jana Wohlleber, Zimmern, und DREI Architekten, Stuttgart). Nach einem Ja des Gemeinderats zum Doppelhaushalt 2019/20 sollen die Arbeiten dann auch starten. -mab-

 
 

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