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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Juni 2017

Kultur: Dem Denken neue Sprache gegeben

BEIM SYMPOSION trafen sich OB Dr. Frank Mentrup, der Philosoph Peter Sloterdijk und ZKM-Chef Peter Weibel (v.l.). Foto: Bastian

BEIM SYMPOSION trafen sich OB Dr. Frank Mentrup, der Philosoph Peter Sloterdijk und ZKM-Chef Peter Weibel (v.l.). Foto: Bastian

 

Eine „philosophische Standortbestimmung“ (OB Dr. Frank Mentrup) nahm am Wochenende ein Symposion zum 70. Geburtstag von Peter Sloterdijk im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) vor. Unter der Überschrift „Von Morgenröten, die noch nicht geleuchtet haben“ analysierten 20 Freunde und Wissenschaftler verschiedene Aspekte seines umfangreichen Schaffens.

Sloterdijks „Kritik der zynischen Vernunft“ von 1983 etwa gilt das das bestverkaufte deutsche philosophische Werk der Nachkriegszeit. Er habe “dem Denken eine neue Sprache und der Sprache ein neues Denken gegeben“, sagte ZKM-Chef Peter Weibel bei der Eröffnung des zweitägigen Marathons. „Der souveräne Denker“, dessen Idealtypus der in Karlsruhe geborene und lebende Sloterdijk in den Augen des Berliner Medienwissenschaftlers Norbert Bolz verkörpert, habe „den Mut, alleine stehen zu können“, er bestünde „das Abenteuer der Isolationsangst“. Jedes seiner mittlerweile rund 50 Bücher sei ein „intellektueller Präventivschlag“, darüber hinaus habe Sloterdijk die Gabe, „absolute Metaphern“ zu prägen. -maf-

 
 

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