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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Juli 2017

Schlosslichtspiele Karlsruhe 2017: Wenn der Park zum Kinosaal wird

LEINWAND-FREUNDE: OB Mentrup, Thorsten Bauer (Urbanscreen), Peter Weibel, Helmut Kinzler (Zaha Hadid) und Martin Wacker (v.l.). Foto: Fränkle

LEINWAND-FREUNDE: OB Mentrup, Thorsten Bauer (Urbanscreen), Peter Weibel, Helmut Kinzler (Zaha Hadid) und Martin Wacker (v.l.). Foto: Fränkle

UNTERWASSERWELTEN: Dieses Jahr erzählt die ungarische Künstlergruppe Maxin10sity auf der Schlossfassade die Geschichte der Entstehung des Lebens. „Structures of Life“ hat am 3. August Premiere. Foto: Maxin10sity

UNTERWASSERWELTEN: Dieses Jahr erzählt die ungarische Künstlergruppe Maxin10sity auf der Schlossfassade die Geschichte der Entstehung des Lebens. „Structures of Life“ hat am 3. August Premiere. Foto: Maxin10sity

 

Schwerpunkt neue Architektur / 3. August bis 10. September / Maxin10sity wieder dabei

Schloss, Licht und Spiele können durchaus auch einzeln begeistern. Fast nicht mehr zu steigern ist jedoch die Wirkung, die alle zusammen als „Schlosslichtspiele Karlsruhe“ entfalten. Vom 3. August bis 10. September heißt es wieder: Auf die Decken, Augen auf und staunen. Dieses Jahr über neue Architektur und beliebte Klassiker.

Endlich Sommer, endlich Schlosslichtspiele. Seit 2015 hat das Großevent, das ZKM und die Karlsruher Event GmbH gemeinsam veranstalten, insgesamt 750.000 Besucher in seinen Bann gezogen. Oder wie es Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup formulierte: „Die Schlosslichtspiele sind ein Highlight, das den Schlossplatz aus seinem Dornröschenschlaf gerissen hat.“ Nun dauert es nur noch vier Wochen, bis es wieder losgeht. Am Donnerstag, 3. August, um 21.30 Uhr ist Premiere der Schlosslichtspiele 2017. Der künstlerische Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf neuen Formen von Architektur, an der Schnittstelle von Digital und Real.

Sechs international renommierte Künstler und Künstlergruppen hat ZKM-Chef Peter Weibel eingeladen. So lässt das Londoner Architekturbüro Zaha Hadid Architects die Schlossfassade zum Lebensraum einer Gruppe computergenerierter Menschen werden, aus deren Bewegungsabläufen von biologischem Wachstum abhängige Zellstrukturen entstehen. Greg Lynn, Gewinner des Goldenen Löwen der Architektur-Biennale in Venedig 2009, zeigt nahtlose 360-Grad-Aufnahmen von Frank Gehry, Max Hollein und Aaron Betsky, und das Architektenduo Hani Rashid und Lise Anne Couture löst mit seiner Projektion die Materialität des Schlosses Stück für Stück auf. Unter gewaltigen Wassermassen versinkt das Schloss in der Arbeit des israelischen 3D-Künstlers Eyal Gever und das Bremer Künstlerkollektiv Urbanscreen zerlegt die klassizistische Architektur des Schlosses in ihre Grundelemente Punkt, Linie und Fläche. Wieder dabei ist die ungarische Künstlergruppe Maxin10sity, die dieses Jahr eine Arbeit über die Entstehung des Lebens zeigt - von Urozean bis zum ersten menschlichen Pulsschlag.

Auf Wunsch des Publikums gibt es erstmals kurze Einführungen zu den Projektionen, so Event GmbH-Geschäftsführer Martin Wacker. Außerdem zum Service gehören Gepäckaufbewahrung, täglich Gastronomie bis 23.30 Uhr und von Donnerstag bis Sonntag die neue Karl-Friedrich-Bar. In der ersten Augusthälfte beginnt die Show um 21.30 Uhr, ab 18. August um 21 Uhr und im September um 20.30 Uhr. Die Highlights der Schlosslichtspiele 2015 und 2016 sind vom 25. bis 27. August zu sehen: 300 Fragments, Legacy oder das Defilee der Avantgarde. Weitere Informationen auf www.schlosslichtspiele.info - res-

 
 

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