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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Juli 2017

Bahntunnel unter der Kaiserstraße: Der Rohbau geht in die letzte Phase

EINSTIEG: OB Mentrup begrüßt die Journalisten am Mühlburger Tor. Foto: Fränkle

EINSTIEG: OB Mentrup begrüßt die Journalisten am Mühlburger Tor. Foto: Fränkle

AUSSTIEG: Hinter dem Durlacher Tor ging es wieder aus der Röhre. Foto: Fränkle

AUSSTIEG: Hinter dem Durlacher Tor ging es wieder aus der Röhre. Foto: Fränkle

BEEINDRUCKEND: Der Rohbau im insgesamt 2,5 Kilometer langen Tunnel unter der Kaiserstraße ist weit fortgeschritten. Foto: Fränkle

BEEINDRUCKEND: Der Rohbau im insgesamt 2,5 Kilometer langen Tunnel unter der Kaiserstraße ist weit fortgeschritten. Foto: Fränkle

 

Gang mit OB durch 2,5 Kilometer lange Röhre

Der Rohbau des Bahntunnels unter der Kaiserstraße soll bis Ende des Jahres fertig gestellt sein. Die Arbeiten dazu liegen „in den letzten Zügen“. Ein Bild davon machten sich jetzt Medienvertreter bei einer Ortsbegehung mit dem OB.

Der gemeinsame Spaziergang unter Tage mit OB Dr. Frank Mentrup und KASIG-Geschäftsführer Uwe Konrath führte am Dienstag durch die gesamte 2,5 Kilometer lange Tunnelröhre. Er begann am westlichen Eingang am Mühlburger Tor, an dem der Rohbau bereits seit einigen Wochen fertig ist, ging durch die Haltestellen Europaplatz und Lammstraße über den Südabzweig am Marktplatz durch die unterirdischen Stationen an Kronenplatz und Durlacher Tor zum Ausgang bei der Lutherkirche. Und die dort wieder aus dem Untergrund aufgetauchten Marschierer begrüßte dann aus dem Osten der Turmberg.

Die mit Gummistiefeln, Warnwesten und Bauhelmen bewehrte Journalistenschaar konnte sich beim Marsch mit dem OB davon überzeugen, dass der Großteil der Gewerke bereits unter Dach und Fach ist. Auf dem Weg gab es kaum mehr Hindernisse, der Durchgang war problemlos. Die kritische Phase sei überwunden, was jetzt noch anstehe, seien Routinearbeiten, nannte Mentrup „Haltestellen ausbauen, Gleise verlegen, Oberleitungen spannen“ als Beispiele dafür. Beim ersten Halt in der unterirdischen Haltestelle am Europaplatz freute sich der OB darüber, dass „auch am früheren Sorgenkind, das lange Verzögerungen verursachte“, die Arbeiten inzwischen problemlos laufen. Zwischen 35 und 40 Männer bewehren dort die 80 Zentimeter dicken Stations- und Innenwände mit Stahlstäben, bereiten sie mit von Schalsätzen auf die Betonage vor. „Wir arbeiten unter Hochdruck und kommen gut voran“, unterstrich Bauleiter Joshua Gutwald.

Noch etwas weiter fortgeschritten sind die Arbeiten an den anderen Haltestellen. Wie am Durlacher Tor: Dort sind bereits die inneren Konturen des Bauwerks zu erkennen. Für die zum Fahrbetrieb der Bahnen notwendigen Betriebsräume sind bereits die Maurer am Werk. Gleichzeitig bauen die beauftragen Firmen Sockelwände für die Aufzüge, schalen Zwischenwände ein und teilweise auch schon wieder aus, bauen Verbindungsbrücken über den Weg der künftigen Gleise, schaffen Brüstungswände und Treppenläufe. Alles ist im Lot. Auch Uwe Konrath plagen „keine großen Sorgen mehr“. Der KASIG-Chef zeigte sich zuversichtlich, „dass nach dem Stand der Arbeiten Ende 2020 die Bahnen rollen“.

Keine Querung

Zuvor gibt es allerdings am Durlacher Tor über der Erde noch einige Einschränkungen für Autofahrer. Da die Verkehrsbetriebe in den Sommerferien die in der Kapellstraße liegenden Gleise im Bereich vor der Einmündung der Gottesauer Straße der endgültigen oberirdischen Gleistrassenführung anpassen, ist vom 27. Juli bis zum 10. September dort je eine Spur in beiden Fahrtrichtungen der Nord-Süd-Querung für Autos gesperrt. In zwei Wochen davon (14. bis 28. August) ist eine Querung das Durlacher Tors von Süden aus der Kapellenstraße heraus Richtung Norden gar nicht möglich. Weitere Infos dazu und zu den Umleitungen gibt es im Internet unter mobilitaet.trk.de. -trö-

 
 

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