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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Juli 2017

Grundschule am Wasserturm: Erweiterung offiziell in Betrieb

FREUNDLICH und der großen Nachfrage angepasst zeigt sich die Grundschule am Wasserturm nach ihrer Erweiterung. Ein Schülerchor und später eine Mädchen-Tanzgruppe versüßten die Feierstunde. Foto: Fränkle

FREUNDLICH und der großen Nachfrage angepasst zeigt sich die Grundschule am Wasserturm nach ihrer Erweiterung. Ein Schülerchor und später eine Mädchen-Tanzgruppe versüßten die Feierstunde. Foto: Fränkle

 

Schule sichert Standort mit enormem Bedarf

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“, gebrauchte die Leiterin der Grundschule am Wasserturm, Dr. Eva Studinger, ein afrikanisches Sprichwort mit der Conclusio: „Und wir brauchen einen ganzen Stadtteil für unsere Schule.“ Umgekehrt gilt das mindestens genauso, denn selbst im Zuzug gewohnten Karlsruhe ist das Bevölkerungswachstum mit vielen jungen Familien in der boomenden Südstadt-Ost so rasant wie bemerkenswert.

Darum betonten alle Protagonisten am Dienstag zur offiziellen Inbetriebnahme der Erweiterung, wie essenziell diese ist, dass es noch weitergehen wird. Als eine von zurzeit stadtweit zwei verbindlichen Ganztagsgrundschulen bietet die Schule einen rhythmisierten Ablauf, verknüpft also klassischen Unterricht mit – bei Bewegungskultur als Identitätsmerkmal – aktiven und Ruhe bietenden Einheiten.
Erleichtert und zuversichtlich zeigte sich auch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, der auf den ehemaligen Güterbahnhof verwies, welcher nach Stilllegung vor 20 Jahren die Basis des neuen Stadtteils bot, der schier überrannt wurde und schon 2015 weitgehend stand.

Die vom Regierungspräsidium einzügig vorgesehene, 2013 fertiggestellte Schule besaß direkt Mehrbedarf; was sich mit Stadtprognosen deckte. So wurde bald die gleich angedachte Erweiterung beschlossen, dem Bau – „große planerische Leistung“ – nun nicht anzusehen. Knappheit und Mängel erforderten zunächst einen Transfer der Schüler in die Hans-Thoma-, zum Sport in die Friedrich-List-Schule als letztlich von der Entscheidungsmehrheit präferierte Übergangslösung. Eine solche stellten auch die Container dar, sie werden aber absehbar dauerhaft zur Betreuung benötigt, ordnete Mentrup die Entwicklung ein. Die Leiterin des Staatlichen Schulamts, Elisabeth Groß, hob ihre Bewunderung für Flair und künstlerisches Profil hervor, brachte einen Akrobatikbeutel mit, um die vielfältige Zeit- und Raumnutzung zu unterstützen.

Schule als Lebensmittelpunkt: Um dem und der gebotenen Einbindung in das Quartier gerecht zu werden, schuf das Büro h.s.d. Architekten (Lemgo, Ostwestfalen) eine Lösung mit „unverwechselbarem Charakter“, so Architekt Christian Decker, und der speziellen silbrigen Gestalt als Reminiszenz an den Bahnhof im Dialog mit dem davon verbliebenen Wasserturm. An die Silhouette erinnerte auch der von Decker über Mentrup an Studinger überreichte symbolische Schlüssel. -mab-

 
 

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